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Autor Druckansicht   Thema: Was lest ihr zurzeit?
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Lavernac

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erstellt am 05.05.2015 um 20:13 Uhr       Zitatantwort        #1911544

Imo ein absolutes Muss für alle die amerikanischen Underground mögen und gerne in original Sprache lesen:

Black Jesus von Simone Felice

In wundervoller Strassenpoesie beschreibt Felice das Leben zweier Geschundener. Lionell, genannt Black Jesus, ist der eine, Gloria die Ballerina die andere. Beide Stränge starten von einander getrennt und treffen sich dann in der Mitte des Buches um eine dritte Geschundene aus dem Joch eines Senatoriums zu befreien. Eine ~70 jährige und krebskranke Indianerin.
Black Jesus verlor in Bagdad sein Augenlicht. Das letzte Bild das er sah war eine tanzende Ballerina. Gloria, ist zwar Ballerina, arbeitet jedoch in LA als Stripperin und wartet auf den großen Job, bis sie vor ihrem durchgeknallten Lover fliehen muss und sich auf den Weg macht der sie dann zu BJ führt.

Interessant am Rande: Ich habe Simone Felice weder im deutschen, noch im englischen Wiki gefunden. Nur indirekt, sie scheint Teil der Neo Folk Gruppe "Felice Brothers" zu sein.

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momentaner Tonträger #1 - Stiff Little Fingers - Hanx!

C-Real

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erstellt am 06.05.2015 um 11:29 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1911563

Ich lese zur Zeit Paul Auster - Leviathan. Wieder einmal wird ein Krimiplot zur Reflexion über Identität sowie das Spiel mit erzählerischen Ebenen genommen. Es geht um einen Mann, der plötzlich bei einer Explosion in seinem Auto auf einer offenen Landstraße stirbt. Sein Freund schreibt die Geschichte dazu, um mögliche Motive zu erklären, bevor der Ruf des Toten durch den Dreck gezogen wird und sich die Spekulationen überschlagen.

Bin erst auf S. ~90, doch bisher ist das alles sehr gut und fesselnd.

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

De/Movit

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erstellt am 06.05.2015 um 12:38 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1911564

Es ist vor allem kürzer als die jüngeren Veröffentlichungen, wodurch man sich Lebenszeit spart, weil man Austers Motive darin bereits alle wiederfindet.

Zufall, Zufall, Zufall.
Karras

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erstellt am 06.05.2015 um 18:55 Uhr       Zitatantwort        #1911586

Joyce, Woolf, neuesten Sapkowski, paar Kurzgeschichten und demnächst wieder Romane von Indern für Postcolonial

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Karras

C-Real

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erstellt am 06.05.2015 um 23:08 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1911610

De/Movit schrieb am 06.05.2015 um 12:38 Uhr:

Es ist vor allem kürzer als die jüngeren Veröffentlichungen, wodurch man sich Lebenszeit spart, weil man Austers Motive darin bereits alle wiederfindet.

Zufall, Zufall, Zufall.

Ich habe von Auster neben "Leviathan" nur "Man in the dark" und "Invisible" gelesen. Zufall? Ja, gab's dort auch. Aber war das ein so großes Hauptmotiv? Eher nicht, meiner Meinung nach. Bei "Leviathan" fällt mir das allerdings schon etwas auf wie ich zugeben muss, ja. Eine echte Schwäche sehe ich darin im Moment aber nicht.

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De/Movit

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erstellt am 07.05.2015 um 08:33 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1911615

In Moonpalace ist es das Hauptmotiv, in einer Ausführlichkeit, dass es mich leider gelangweilt hat. Auch den Inhalt der Geschichte über die Selbstfindung des Protagonisten mit Hilfe des Zufalls fand ich wenig überzeugend. Leviathan war wesentlich kürzer, knackiger und interessanter. Die jüngeren habe ich zugegeben aus diesem Grund nicht mehr gelesen.

Hauptsächlich interessant ist Auster vor allem dann, wenn man seine Anspielungen auf die amerikanische Kultur versteht.
Lavernac

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erstellt am 09.05.2015 um 22:00 Uhr       Zitatantwort        #1911769

Eine Korrektur: Simone Felice ist keine sie, sondern ein er. Das "e" am Ende brachte mich auf die falsche Fährte.

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C-Real

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erstellt am 24.05.2015 um 18:26 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1912792

"Leviathan" habe ich nun durch. Gefiel mir weiterhin, auch wenn das Ende etwas zu zügig daherkam, fand' ich. Seine Anspielungen musste man teils auch nachschlagen. Ich bin zufrieden mit dem Gelesenen, aber so gut wie die anderen beiden Bücher hat es mir nicht gefallen. In der Tat spielte der Zufall eine große Rolle; da waren die anderen Werke irgendwie ausgegorener. "Invisible" wiederum hat gezeigt, dass Auster später dann noch eine bessere Verwendung der Buch-im-Buch-Vorgehensweise gelungen ist.

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De/Movit

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erstellt am 25.05.2015 um 02:18 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1912805

Das mit dem Buch im Buch findest du auch in Moon Palace. Der Clou dort ist, dass es nochmal eine Variation und damit Spiegelbild der eigentlichen Handlung ist.

Vor der Lektüre empfiehlt sich aber eine Schnellinfo zu Ralph Emmerson Waldo bzw. Transzendentalismus, die Kennedy-Ära und den Werken von Ralph Albert Blakelock.
Karras

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erstellt am 26.05.2015 um 17:10 Uhr       Zitatantwort        #1912871

Kurz meine Gedanken zu Andrzej Sapkowski - Zeit des Sturms einem neuen Roman zum Hexer Geralt, allerdings lose und nicht zusammenhängend mit dem Quintett.

Während sich alle Welt um Witcher 3 kümmert, habe ich heimlich still und leise seit Ostern "Zeit des Sturms" neben meiner Uniliteratur durchgelesen. Es ist nicht schlecht, aber im Vergleich zum Quintett doch eher schwach bzw. durchschnittlich. Das liegt nicht nur an der Story, sondern leider auch sprachlich selbst, was mir bei Sapkowski vorher nie so negativ aufgefallen ist, ich weiß aber leider nicht ob das nicht auch am Übersetzer liegen könnte, der allerdings wieder Erik Simon ist, der soweit ich mich erinnern kann auch die anderen Bücher übersetzt hat. Die Sprache war irgendwie sehr viel blumiger, mit sehr viel mehr Niedlichkeitsformen '-chen' und deutschen Dialektformen. An einer Stelle wo die Kleidung eines der Charaktere beschrieben wird fand ich die Übersetzung regelrecht scheiße, aber vielleicht ist das ja nur subjektiv: "Hals und Dekolleté des Mädchens bedeckte eine Art phantasievoll drapierte Chiffonkrause, was im Verein mit langen schwarzen Handschuhen..."
Im Verein? Das hatte ich in so einem Zusammenhang noch nie gehört, wieso nicht sowas wie "in Kombination"? Naja, vielleicht bin ich auch einfach nur nicht so sprachgewandt wie Herr Simon.

Zur Story ohne Spoiler: Das Buch spielt vor der Kurzgeschichte mit Foltests Tochter und dem Striegenfluch, ist also chronologisch ein Prequel, bietet aber keinerlei Buildup oder sonstiges für die spätere Geschichte, kann also einfach als loses Buch betrachtet werden, mit dem Sapkowski mal wieder Kohle machen wollte
Der Plot schließt als einen seiner Hauptelemente den Forschungskomplex der Magier (chronologisch befinden wir uns noch vor Errichtung der Magierinnenloge etc.) "Rissberg" ein und die technokratisch und offengestanden ziemlich asozial brutale Haltung der Magier zum Rest der Welt und der Nichtmenschen, die hier moralisch mit dem Holzhammer reingekloppt wird. Die Rissbergmagier und viele der damit verbundenen Kapitelsmagier als eine Art Nazis in Sapkowskis Welt. Doch ist das Buch nicht sehr stringent strukturiert, kommt sehr langsam in Fahrt, und offen gestanden kommt kaum Spannung im Hauptplot auf und das obwohl der Hauptaufhänger ist, dass ausgerechnet Geralts berühmte Hexerschwerter geklaut werden! Nunja, Lichtblicke für mich waren eher einige kleine Randbegegnungen, Charaktere und Events, die aber leider alle nicht weiter beleuchtet und nur angedeutet werden. Wie z.B. die Begegnung mit einem Hexer mit dem Katzenemblem, bei denen die Mutagene offenbar furchtbares anrichteten, eine Begegnung mit einer Fuchsgestaltwandlerin, einem befreundeten Werwolf, der Assistentin einer der Magierinnen usw.

Man kanns durchaus lesen, aber ich muss sagen, wer noch viel auf seiner Leseliste hat, kann ruhig erstmal mit besserem weiter machen.

--
Karras

C-Real

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erstellt am 25.06.2015 um 22:52 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1915337

Marlen Haushofers Die Wand, ein Klassiker, ist gerade mein aktueller Roman. Gefällt mir bisher (~ S. 70) sehr gut, aber ich habe ein Faible für diese Themen dort. Daher hat es das Buch auch nicht schwer mein Interesse zu halten. Etwas störend finde ich die teils holperige Sprache, die sich eher wiederholt; manchmal sind da großartige Sätze von einfacher Klarheit drinnen, dann wieder eben diese schnöden Wiederholungen. Kann man damit entschuldigen, dass das ganze ein Bericht aus der 1. Person sein soll. Trotzdem ist es irgendwie etwas nervig.

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

juh

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erstellt am 16.07.2015 um 22:28 Uhr       Zitatantwort        #1916305

Neithan schrieb am 22.09.2014 um 02:07

Mich beschleicht langsam die Befürchtung, das außer Robert Howard im Sword & Sorcery Genre kaum irendwas qualitatives vorhanden ist. Und das ist nun auch schon wieder fast 80 Jahre her.


ich sehe den Beitrag erst jetzt, will aber meinen Senf dazugeben, denn ich habe jede Menge Sword & Sorcery gelesen, und das meiste war tatsächlich fast food. Neben Conan sind mir drei oder vier in guter Erinnerung geblieben, und keins davon genrefest:
Das Buch der Neuen Sonne von Gene Wolfe,
Die Chroniken von Amber von Roger Zelazny, insbesondere Band 1
Die Erdsee Saga von Ursula LeGuinn,
Elric von Melnibone von Michael Moorcock, allerdings ist er streckenweise manieristisch.
De/Movit

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erstellt am 17.07.2015 um 11:34 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1916319

juh schrieb am 16.07.2015 um 22:28 Uhr:
manieristisch

Ich muss zugeben, dass ich diesen Begriff nicht genau verstehe. Ich kann zwar im Duden nachschlagen, klarer wird es dadurch aber auch nicht.
juh

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erstellt am 17.07.2015 um 17:03 Uhr       Zitatantwort        #1916340

Ich fand, dass Moorcock oft ungewöhnliche Satzformen benutzt, und die Sprache gekünstelt und manchmal richtig schwülstig wirkt. Das macht den Zugang zur Geschichte schwieriger. Kann sein, dass mich meine Erinnerung trügt, schliesslich habe ich Elric vor vielen Jahren gelesen. Dazu kommt aber, dass sich praktisch alles um die Hauptfigur dreht, die zudem noch ständig mit dem Schicksal hadert.
Fazit: Idee gut, Umsetzung nur ausreichend.
C-Real

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erstellt am 21.07.2015 um 15:21 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1916479

C-Real schrieb am 25.06.2015 um 22:52 Uhr:

Marlen Haushofers Die Wand, ein Klassiker, ist gerade mein aktueller Roman. Gefällt mir bisher (~ S. 70) sehr gut, aber ich habe ein Faible für diese Themen dort. Daher hat es das Buch auch nicht schwer mein Interesse zu halten. Etwas störend finde ich die teils holperige Sprache, die sich eher wiederholt; manchmal sind da großartige Sätze von einfacher Klarheit drinnen, dann wieder eben diese schnöden Wiederholungen. Kann man damit entschuldigen, dass das ganze ein Bericht aus der 1. Person sein soll. Trotzdem ist es irgendwie etwas nervig.

Hab's durch. Sehr interessantes Buch, über welches man noch lange grübeln kann. Das große feministische Werk sehe ich darin aber ehrlich gesagt nicht, und nachdem ich gerade einmal so locker geschaut habe, war diese Inanspruchnahme wohl schon immer etwas zu herbeigewünscht, als denn wirklich von der Autorin beabsichtigt. Aber auch rein aus dem Inhalt ergibt sich das nicht so automatisch.

Ich sehe das Werk weiterhin hauptsächlich als Zivilisationskritik, deren Unterbau aber das Psychische, und die Unfähigkeit sich mit anderen Menschen zu verbinden. Existenzielle Einsamkeit. Das wird auch als Depression gedeutet, aber das scheint mir für das Anliegen des Ganzen nur bedingt tauglich.
Zivilisationskritik heißt in diesem Zusammenhang dann also nicht Raubbau an der Natur oder ein Atomkrieg - obwohl gerade letzteres angesprochen wird - sondern mehr die Nöte und Zwänge, die die Zivilisation mit sich gebracht haben. Immer mal wieder wird Bezug darauf genommen, dass auch ein anderes Leben zwischen Mensch und Natur möglich gewesen wäre.

Das Ende ist einigermaßen interessant und offen, manchem vielleicht zu undetailliert oder gewollt. Überhaupt wird es, was letzteres angeht, dies und das geben, was das ganze Szenario ein wenig zu forciert.
Viele Stellen im Buch wiederholen sich, und manchem mag das Ganze zu unspektakulär erscheinen. "Die Wand" ist dann mehr so etwas wie eine Meditation. Für eine Parabel wird mir - glücklicherweise! - zu wenig gewertet, für magischen Realismus fehlt tatsächlich die Magie abseits der Ausgangssituation. Daher finde ich Meditation am sinnigsten.

4/5


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Karras

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erstellt am 10.09.2015 um 18:30 Uhr       Zitatantwort        #1920215

Privat lese ich gerade Band 2 der Dresden Files und für die Uni eine englische Einführung zum Existentialismus.

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Karras

config.sys

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erstellt am 11.09.2015 um 13:03 Uhr     MSN Messenger hsewerin@hotmail.de  Zitatantwort        #1920229

Niewinter Band 1 - R.A. Salvatore

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Fortschritt bedeutet,
dass wir immer mehr wissen
und immer weniger davon haben.

(Josef Meinrad)

Private81

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erstellt am 20.09.2015 um 22:57 Uhr       Zitatantwort        #1920716

"Der Wüstenplanet" Frank Herbert

Die Übersetzung ist gar nicht mal ungelungen.

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Gadamer zu lesen ist wie das Beobachten einer Schnecke, die Treppen steigt.

Wedge

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erstellt am 20.09.2015 um 23:09 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1920719

es gibt 2 übersetzungen, wenn ich mich recht entsinne, und die erste war ne stark gekürzte version des buches. hoffe du liest die vollständige version.

--
If we're going nowhere as a country, why can't we get there faster?
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Sir Marc von Göskon

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erstellt am 21.09.2015 um 00:08 Uhr eMail schreiben  Homepage besuchen    Zitatantwort        #1920722

das 10 mal der gesamt Herr der Ringe und Die Zwerge 1 abwechselnd. ;-)

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Da Bin ich Ritter Sir Marc von Gösken.
Das Schwert, der Schild, der Helm, die Lanze
sind alle nur Zier, doch die wahre Zierde des Ritters ist,
dessen Treu, Liebe, Herz, Gerechtigkeit und Gnad.

Amokhunter

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erstellt am 21.09.2015 um 07:10 Uhr     ICQ 101867948  Zitatantwort        #1920723

Das vierte und letzte Kompendium der Black Company Chronicles.
Das erste Kompendium - Books of the North - kann ich uneingeschränkt weiter empfehlen.
Das zweite - Books of the South - sind auch noch lesenswert.
Das Dritte - Band 1&2 Glittering Stone - ist etwas mau und war der schwächste Teil irgendwie.
Band 3&4 Glittering Stone scheint wieder etwas zu den alten Tugenden zurück zu kehren, allerdings bin ich noch nicht wirklich weit im Buch.

--
Evil is evil. Lesser, greater, middling… makes no difference. The degree is arbitrary. The definition’s blurred.
If I’m to choose between one evil and another, I’d rather not choose at all. - Geralt of Rivia

Private81

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erstellt am 21.09.2015 um 08:43 Uhr       Zitatantwort        #1920725

Wedge schrieb am 20.09.2015 um 23:09 Uhr:

es gibt 2 übersetzungen, wenn ich mich recht entsinne, und die erste war ne stark gekürzte version des buches. hoffe du liest die vollständige version.

oh, wusste ich nicht. habe das hier:
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Wedge

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erstellt am 21.09.2015 um 16:29 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1920750

Ja, die hab ich auch. Das ist die gute Übersetzung.

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Lavernac

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erstellt am 23.09.2015 um 16:51 Uhr       Zitatantwort        #1920881

Jonathan Lethem - Fortess of Solitude

Sagenhaftes Buch über NYC, den Soul, Black and White und ähnliche Themen. Fast ein Wunder das Spike Lee das nicht verfilmt hat.

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C-Real

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erstellt am 23.09.2015 um 17:24 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1920887

Hab' ich sogar auch auf meinem Schirm. Doch irgendwie nervt mich New York mittlerweile.

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C-Real

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erstellt am 28.12.2015 um 22:00 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1924552

Ende September hatte ich den postmodernen Roman House of leaves angefangen, dann zwischenzeitlich wegglegt, und heute - im groben - beendet. Wer es nicht kennt, kann dazu schnell etwas im Netz finden. Zu erklären, was hier abgeht, ist schon etwas kompliziert. An der obersten Ebene sind es zwei zusammenhangslose Geschichten über ein Horrorhaus und einen Junkie, der sich durch L.A. vögelt. Schon der Einband verrät aber mehr. Skurril genug: Es geht um jenen Junkie, der die Aufzeichnungen eines blinden Mannes findet, der einen Film (!) kommentiert, der wiederum, geschnitten und bearbeitet, die Erkundung eines geheimen Labyrinths in einem Haus in Virgina zeigt.
Dazu gibt es Anhänge und Fußnoten, das ganze soll ein gefundenes Buch sein. Wer im Netz schaut, entdeckt diverse Theorien zu dem Buch, wobei ich schon überrascht war, dass vieles vor allen Dingen um die Frage der Autorenschaft dreht und damit auch die oft aufgeworfene Idee "Person X ist in Wirklichkeit Y und..." durchkaut. Fand ich etwas öde, denn per se, zumindest beim ersten Lesen, kann man die Geschichten einfach alle erst einmal zum Großteil als echt ansehen und sich unterhalten lassen.

Und das klappt gut. HoL kann mit der primären Geschichte um das Haus und seinen Einfluss auf den Junkie als Horrorgeschichte über das Unaussprechliche, das Unheimliche gesehen werden. Da Freud und auch insbesondere Heidegger diesen Terminus philosophisch gewendet haben, der echte Autor Danielewski denen nicht fremd ist, finde ich die Vorstellung schön, dass hier jemand tatsächlich eine Art "Heidegger-Horror" geschaffen hat.
Das Buch ist auch physisch eine Erfahrung: Text verstreut auf Seiten, spiegelverkehrt, die Anhänge mit versteckten Botschaften. Doch das wird immer standardmäßig bei der Besprechung hier erwähnt. Und es ist verwirrend und höchst subjektiv. Für jeden Leser bedeutet es etwas anderes. Dadurch wird vieles aber etwas redundant. So viele Leute beschäftigen sich damit das eigentliche Rätsel des Buches zu entziffern, während meiner Meinung nach recht schnell klar ist, dass dies gar nicht möglich ist, weil es wohl auch nicht die Intention des Autors. Das ist auch die Idee des Labyrinths und des fehlenden Zentrums (letzteres verweist auf einen weiteren Philosophen, den Danielewski zu mögen scheint: Derrida).

Ich würde nun nicht sagen, dass das Buch das Beste wäre, welches ich je gelesen habe. Aber es war schon sehr eindrucksvoll und eine besondere Erfahrung. Was mir dann aber eben doch fehlt, wäre eine eindeutigere Idee von Antwort. Aber das ist wohl nur zu menschlich. Hinzu kommen aber, ganz handwerklich, manche Durststrecken, gerade in der Story des Junkies, wo's sich dann einfach zäh liest.

4/5

Nach diesem Ding (über 700 Seiten inklusive der Anhänge) werde ich wohl erst einmal bei Kurzgeschichten bleiben. Habe eine Sammlung schöner irischer Gruselgeschichten erhalten. Dann kann man auch mal sehen, ob diese, in ihrem klassischen Stil, weiterhin atmosphärisch genug sein werden. Danielewskis andere Bücher sind jedenfalls ebenfalls ganz schöne Klopper die viel Denkarbeit erfordern. Wir hatten ja Fans von David Foster Wallace hier. Oder James Joyce. Die werden ihren Spaß haben...!

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Rabenrecht

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erstellt am 28.12.2015 um 23:00 Uhr       Zitatantwort        #1924554

Jo, bin gerade auch beim House of Leaves. Bin zwar erst bei der Hälfte oder so, kann mich dem Gesagten aber so anschließen.

Das Buch dürfte jedoch nur ein recht eingeschränktes Publikum ansprechen. Der Bruch mit klassischen Erzählmethoden ist dabei nur der Anfang. Vorwissen und Interesse des Lesers in wissenschaftlicher Methodik (insbesondere Geisteswissenschaften), Psychologie und Philosophie sind von Vorteil. Leute, die die ersten Kapitel vom Herrn der Ringe überspringen, sollten vielleicht eher die Finger vom Haus lassen

@ C-Real: hast du dir mal die Mühe gemacht, ein paar der Quellen zu überprüfen? Ich war bisher zu faul dazu, aber ich kann mir gut vorstellen, dass nicht alle der von Zapanó zitierten Quellen erfunden sind (abseit der großen Namen, natürlich).
C-Real

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erstellt am 28.12.2015 um 23:51 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1924555

Interessant, dass du auch dabei bist, Rabenrecht! Das Buch hat ja nun schon ein paar Jahre auf dem Buckel und den Hype hinter sich. Es gibt ja auch noch dieses Hörspiel vom WDR und was nicht alles...

Die Quellen habe ich nicht überprüft. Das liegt wohl auch an meiner Haltung zum Buch, nämlich es einfach so zu nehmen wie es ist, und es mit der ganzen Haltung des nicht zu findenen Zentrums als Werk zu akzeptieren.
Dies gesagt, glaube ich, dass es sich die Waage halten dürfte. Man kann das ja ohnehin doch recht leicht auseinanderhalten, wenn man das gruppiert in a) große, bekannte Texte zu Philosophie, Kunst usw., b) diejenigen, die mit dem Navidson Record zu tun haben, c) kleinere, ungenaue Angaben, d) geschichtliche Quellen. Soweit ich weiß, hat sich Danielewski da viel Mühe gemacht und vieles ist durchaus aus der realen Welt übernommen. Wobei man sich dann auch eben fragen kann: Warum die ganze Mühe, wenn das Rätsel bleibt?

Der Bruch ist übrigens gar nicht so groß, wie ich finde. Die Autorenfrage und die fehlenden Erklärungen sind das, was alle bewegt. Die Geschichten sind an sich durchaus linear. Wie gesagt, gerade die Geschichte um Navidson kann man als straighte Horrorstory lesen, die atmosphärisch ist und glaubhafte Charakterzeichnungen anbietet.

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Karras

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erstellt am 08.08.2016 um 14:06 Uhr       Zitatantwort        #1930106

Hab viel gelesen in letzter Zeit. Die ersten 5 Bände vom Sandman. Dresden Files 3-5. Die Kurzgeschichtenanthologie The King In Yellow, Ligotti's nicht fiktionales Werk "The Conspiracy against the Human Race" (beides für ne Hausarbeit). Werde wohl mit American Gods und mehr Sandman weiter machen und mir in der Zeit die nächsten Dresden Files Romane besorgen.

--
Karras

raabenaas

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erstellt am 08.08.2016 um 14:44 Uhr     Skype challith  Zitatantwort        #1930109

hoi im moment is es anthony pier ravens shadow bin im 3. band is empfehlenswert

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aso ja ne is klar.... die welt geht unter und wir sind absolut unschuldig.

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