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Autor Druckansicht   Thema: Falkenflugs Blog
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Falkenflug

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erstellt am 15.07.2009 um 14:59 Uhr       Zitatantwort        #1590484

Karras, ich stehe zu meinen Gedichten, aber dann und wann bricht mein Zynismus hervor. Außerdem liebe ich sogar solch eine Art der Gedichte Einer meiner liebsten Dichter (der nun wahrlich kein Romantiker ist) ist Erich Kästner.

Edit: Du solltest dieses Gedicht übrigens mit einem süßlich-verächtlich-sarkastischen Unterton lesen

Ff

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Karras

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erstellt am 15.07.2009 um 15:05 Uhr       Zitatantwort        #1590493

Falkenflug schrieb am 15.07.2009 um 14:59 Uhr:

Edit: Du solltest dieses Gedicht übrigens mit einem süßlich-verächtlich-sarkastischen Unterton lesen

Ff


Das war mir soweit schon klar

--
Karras

Falkenflug

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erstellt am 01.10.2010 um 17:23 Uhr       Zitatantwort        #1690255

Eleganter Wunsch © 2010

Ach ich armes Menschenwesen,
Müh mich ab mit Deutsch im Kampf.
Ringe mit mir selbst im Lesen
Und des Autors Geistesdampf.

Und im Grünen jagt die Katze,
Springt behänd von Stein zu Stein.
Schleicht galant auf ihrer Tatze,
Ihre Sinne sind so fein.

Und im Hetzen jag ich weiter,
Von Ort zu Ort ins Seminar.
Als einsam-dumpfer Wissenstreiter,
Biet ich mich der Weisheit dar.

Und im Wald streift Pelzgeselle,
Leise durch das Unterholz.
Springt galant im Sprunge, schnelle,
Hat die Maus gefangen, stolz.

Und das trübe Mattgefühl,
Schlägt sich auf mein Zeitgewirr.
Mein Weg verschwimmt, das Herze schwül,.
Gefangen in einem Giergeschirr.

Und die Katze streift durch Wege,
Welche nur sie selber wählt.
Welch Neid ich auf ihr Dasein hege,
Kein Drang noch ihre Seele quält.

Und meine Gier, Erfolg und Wissen,
Drängt mich dem Ehrgeiz gleichsam vor.
Werd im Leben mitgerissen
Und dann steht ein armer Tor.

Und ohne Geltungsdrang, der Jäger,
Sonnt sich auf offnem Feld entlang.
Die Sonne wärmt den Felleträger,
Der hört der Vögel süßen Sang.

Ach ich armes Menschenwesen,
Ringe um der Geltung Schein.
Doch wird der einmal auch verwesen,
So gern würd ich ein Kater sein.

Alle Rechte vorbehalten.

Kommentare gerne auch auf meinem Blog

(Es geht weiter, und hoffentlich folgt diese Woche noch ein weiteres Gedicht )

Ff

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Private81

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erstellt am 01.10.2010 um 17:32 Uhr       Zitatantwort        #1690258

nette ansätze (das ist ein lob). würde es aber noch in bezug auf den rhythmus und die kadenzen überarbeiten. auf jeden fall ist es um einiges besser als das, was ich manchmal korrektur lese. ich tippe hier mal auf ein schnell runtergeschriebenes werk.

--
Gadamer zu lesen ist wie das Beobachten einer Schnecke, die Treppen steigt.

Falkenflug

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erstellt am 01.10.2010 um 17:43 Uhr       Zitatantwort        #1690262

Private81 schrieb am 01.10.2010 um 17:32 Uhr:
ich tippe hier mal auf ein schnell runtergeschriebenes werk.


Wie fast alle meine Gedichte: jein. Schnell: nein, in einem Fluss: ja. Also auf jeden Fall gänzlich ohne Gedanken an Kadenzen und Rhythmus

Ff

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Falkenflug

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erstellt am 12.11.2011 um 18:22 Uhr       Zitatantwort        #1779455

Mal ne rechtliche Frage: Ein Kumpel von mir meinte heute, dass ich in einem Blog, welches ich auf FAcebook "bewerbe" (bzw. Aktualisierungen teile) und welches meine GEdichte enthält, ein Impressum angeben MUSS! GEnau aus diesem GRund, und vor allem weil die Sachlage nicht klar war, habe ich mein Wordpress Blog gelöscht. Mithilfe dieses Threads ist es aber jederzeit wiederherstellbar, daher: Hat er recht? Für mich ist Anonymität keine Option, sie ist Pflicht! Daher KANN und WERDE ich kein Impressum erstellen...
Hängt wohl mit dem TElemediengesetz zusammen...

Ff


--
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Private81

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erstellt am 13.11.2011 um 05:46 Uhr       Zitatantwort        #1779529

richtig, das ist relativ neu und soll eigentlich den urheber schützen.

wenn man als künstler seinen eigenen namen nicht verwenden will, gebraucht man ein pseudonym. das darf man bei längerem gebrauch auch in den personalausweis eintragen lassen.
also, wen juckt es, wenn du "Falkenflug" schreibst und dann die wohnadresse? du bleibst anonym.

--
Gadamer zu lesen ist wie das Beobachten einer Schnecke, die Treppen steigt.

Falkenflug

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erstellt am 13.11.2011 um 19:59 Uhr       Zitatantwort        #1779665

Leider juckt das mich ICh mag es nicht so, das man meine Wohnadresse rausfinden könnte. Mal sehen, ob ich das nicht umngehen kann. Ist den ein Blog für private Gedichte nicht "privat" ?

Ff

--
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Falkenflug

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erstellt am 17.11.2011 um 17:07 Uhr       Zitatantwort        #1780596

So, ich werde das Gedicht vorerst hier posten, auf dass ihr darüber herfallen möget und es zerreißet

Vom Sterben im Sturm

In einem Sturme möcht' ich sterben
In einem Tale, windumtost
Im Tode finden möcht' ich trost
Im Tode um das Nachreich werben

So heule um mich, Wolkentreiber!
So flutet um mich, Luftmassive!
Sie reißen mich in ihre Tiefe
Sie rauben mir die Sorgenkleider

Der Sturm beraubt mich allen Sinnen
Der Wind er spricht mit vielen Zungen
Da schwindet Luft aus meinen Lungen
Da fühl ich's Leben mir entrinnen

Alle Sorgen von mir gehen
Alle Ziele sind entbunden
Auch Begehrlichkeit entschwunden
Auch das Herze muss nun stehen!

© Falkenflug 2011

--
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Falkenflug

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erstellt am 17.11.2011 um 17:09 Uhr       Zitatantwort        #1780597

Außerdem schiebe ich noch einweiteres Gedicht hier rein, was aus passendem Anlass geschrieben wurde. Frei zum Abschuss!

Neonlicht.

Die Kälte ausgestrahlt wie schale Luft,
Doch die Luft selbst ist wortgeflutet.
Zur Jugend klafft die tiefste Kluft,
Ein Schelm, wer Kreidestaub vermutet.

Ohja, die Männer überwiegen,
Und manch Alter Herr in Würde.
Wo tote Ideen einsam liegen,
Da sind Gedanken eine Bürde.

Was hier hervor ans Licht gekrochen,
Aus staubig Denkverließen, alt und welk.
Das hat zuvor sich selbst erbrochen,
Und nagt im Staate am Gebälk.

Ohja, die alten "Guten Zeiten"!
"Staatstragend, Ehre, Vaterland"!
Genau dagegen muss man streiten,
Mit Herz, mit Ehre mit Verstand!

Natürlich ist Er exemplarisch.
Natürlich sind es längst nicht alle.
Und doch Ideen sind beharrlich,
Und diese ist die böse Falle.

Denn mittlerweile ist man getarnt.
Man agiert in gemäßigter Mitte.
Nun, eigentlich sind wir gewarnt,
Eigentlich kennen wir ihre Schritte.

Ideen sind nicht auszumerzen,
Die Schlechten nicht und nicht die Guten.
Und dringen sie erst in die Herzen,
Müssen Menschen dafür bluten.

Schon einmal hat sich diese eingenistet,
Schon einmal auch beim ganzen Volke.
Ist sie schon wieder überfristet?
Da schwebt sie wieder, braune Wolke.

Denn Gedanken darf sie fristen,
Dort teilt sie weiter, gut verborgen.
Den Geist versucht zu überlisten,
Und ihr Erfolg der macht mir Sorgen.

Drum wehr dich Mann, drum wehr dich Frau!
Mit Widerspruch sie abzustrafen.
Der Ideen Haare fallen grau,
Schicken wir sie ewig schlafen!


© Falkenflug

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Private81

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erstellt am 17.11.2011 um 18:09 Uhr       Zitatantwort        #1780613

also erst einmal halte ich menschen, die texte zerreißen, für unfähige arschlöcher, die nur neidisch sind, weil sie selbst das handwerk zu schlecht auszuüben wissen. daher wirst du von mir auch sicher nie so etwas bekommen. außerdem hilft es dem schreiberling überhaupt nicht. grundvoraussetzung muss natürlich dennoch eine gewisse kritikfähigkeit des autors sein.

ohne jetzt auf einzelne passagen einzugehen, wirkt das erste gedicht noch ein wenig hölzern auf mich. mit ein wenig arbeit kann aber durchaus was salonfähiges daraus werden, was man einem publikum mündlich vortragen kann. ich weiß selbst, dass gerade das überarbeiten eines textes eine leidige angelegenheit ist, die sich aber durchaus lohnen kann. gerade bei gedichten, die sich reimen, gerät man schnell in die schusslinie eines reim-mich-oder-erschieß-mich-vorwurfs.

was mir noch auffällt, ist, dass das erste gedicht, in dem der todessehnsuchtsgedanke aufgegriffen wird, nicht über gegensätze aufgebaut ist. da würde mich interessieren, ob der verzicht darauf zufall oder absicht ist.

der rhythmus des zweiten lyrischen textes ist nicht sehr einheitlich, was auch gewollt sein kann, um den inhalt auch durch die form auszudrücken, etwa wenn das lyrische ich mit sich selbst schwierigkeiten auszutragen hat. er scheint aber im unterschied zum ersten text schon rein sprachlich in der gegenwart angesiedelt zu sein. sollte dies so sein, müsste man überlegen, ob ausdrücke wie "der ideen haare", die ja stark poetisierend sind, in diese zeit passen.

so, erstmal das, was mir auf anhieb auffällt. für eine detailierte analyse fehlt mir die muße.

--
Gadamer zu lesen ist wie das Beobachten einer Schnecke, die Treppen steigt.

Falkenflug

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erstellt am 17.11.2011 um 22:23 Uhr       Zitatantwort        #1780661

Danke privat

Zu dem ersten Gedicht, ja, da hatte ich, nun nicht Todessehnsucht, aber doch einen gewissen Lebensüberdruss. Nichts dramatisches, ich mag nur diese pathetische Aufarbeitung (Pathos - meine größte Schwäche )
zum 2ten Gedicht: das wurde nur schnell runtergeschrieben, bzw. während einer Tagung verfasst, wo ich vollends schockiert war, wie tief und bei manchen selbstverständlich ein fast schon rechtsextremer Nationalsimus verankert war. 3 Tage später kame dann die Schlagzeile der Döner-Morde. Perverser Zufall!

Ff

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