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Autor Druckansicht   Thema: Elektronische Krankenkassenkarte
Seite: 1
Karras

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erstellt am 15.10.2009 um 18:22 Uhr       Zitatantwort        #1612502

Hatte vor ca. einer Woche einen kurzen Bericht darüber gesehen, dass die neue elektronische Krankenkassenkarte während der Testphase nur das Gegenteil von dem tut was sie eigentlich sollte. Sie vereinfacht nicht, sondern beschert den Arzthelfern/-helferinnen in den Praxen bisher nur jede Menge mehr Arbeit und die 'elektronischen Rezepte' sind per Hand auch schneller und problemloser eingeführt. Noch Kritischer betrachtet wird allerdings das Anlegen der Bundesweiten Krankheitsdatei in Form einer Datenbank, die in Zukunft dann auch Onlinezugriff darauf möglich machen soll für die verantwortlichen Stellen. Datenschützer befürchten weitere Einblicke in private Daten und damit verbundene Missbrauchsfälle und Attacken auf die Datenbank in größerem Stil.

Heute in der Arztpraxis lag eine Seite die eben diese Problematik erneut aufgriff und auch von Arztseite her dazu aufrief die E-Card zu boykottieren. Zumal damit wohl jede Menge Geld verschwendet wird, was eher in anderen Bereichen des Gesundheitswesens fließen sollte.

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Stand drunter, ich selbst bin 'noch' nicht einmal Kassenpatient, aber dachte ich stells mal hier rein.

--
Karras

MonsieurPomme@ZW

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erstellt am 15.10.2009 um 19:14 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1612520

Dann bekomm ich ja bald noch mehr Viagra Spam, sobald die Daten dann auf CD irgendwo zu kaufen sind^^

Naja, danke, dass du es erwähnst, darüber wollt ich mich sowiso mal schlauer machen. Bisher sind mir die positiven Gründe, die zu diesen Karten genannt werden nicht geläufig, aber das findet sich sicher schnell....Irgendwem wird es ja wohl nützen denke ich...die Frage ist nur wem^^
Suellen

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erstellt am 18.10.2009 um 15:06 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1612992

Karras schrieb am 15.10.2009 um 18:22 Uhr:

Sie vereinfacht nicht, sondern beschert den Arzthelfern/-helferinnen in den Praxen bisher nur jede Menge mehr Arbeit und die 'elektronischen Rezepte' sind per Hand auch schneller und problemloser eingeführt.

Na ja, das hat man sicherlich auch gesagt, als mit PCs zum ersten Mal Rechnungen oder Überweisungen möglich gemacht wurden. Am Anfang ist alles gewöhnungsbedürftig, aber deshalb nicht unbedingt komplizierter oder aufwändiger.

Was den Datenschutz angeht, hab ich auch so meine Bedenken. Sobald Krankheiten in Verbindung mit den Patientennamen zugänglich gemacht werden, könnte das in Richtung Diskriminierung ausarten. Man stelle sich nur mal vor, dass Arbeitgeber sich solche Informationen früher oder später erkaufen können! Andererseits kann man auch hier einen positiven Nutzen draus ziehen: Krankheiten können schneller miteinander abgeglichen und erkannt werden. Das würde Behandlungen bei seltenen Krankheiten wohl vereinfachen.

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Amokhunter

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erstellt am 18.10.2009 um 20:43 Uhr     ICQ 101867948  Zitatantwort        #1613051

So einfach ist es von der Theorie her nicht. Die Daten auf der Karte sollen nur lesbar sein wenn 2 Autorisierte Personen ihr OK geben. Die erste Person ist logischerweise der Inhaber der Karte, der 2. kann der Arzt, der Apotheker oder einer von der Krankenkasse sein.
WIE dieser Schutz nun von den Personen gehandhabt wird steht auf einem völlig anderen Blatt. Von der Theorie her ist der Schutz jedenfalls ausreichend und komm mir nun keiner mit von wegen das kann man knacken... da sag ich nur 4 stelliges, NUR numerisches "passwort" auf den EC Karten... und da beschwert sich komischerweise keine sau, obwohl das weit einfacher ist, wenn die Karte mal aus der Hand des Besitzers ist.

Von der Umsetzung her ist es mal wieder ein zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Aktion vorallem für kleine Landärzte und so mit reichlich hohen Kosten verbunden, andererseits kann jeder weitere Arzt auf einen Blick einsicht nehmen in frühere Therapien und Diagnosen, was eine weiterversorgung einfacher macht.
Also von der Grundidee her finde ich das Ding nicht verkehrt, nur wer die Kosten tragen soll und wie die Umsetzung mit dem Datenschutz gehandhabt wird bereitet mir auch noch etwas kopfzerbrechen.

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Evil is evil. Lesser, greater, middling… makes no difference. The degree is arbitrary. The definition’s blurred.
If I’m to choose between one evil and another, I’d rather not choose at all. - Geralt of Rivia

Wölfi

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erstellt am 18.10.2009 um 23:15 Uhr       Zitatantwort        #1613078

Interessant wird es, wenn dann mal eben ein paar hunderttausend Datensätze auf irgendeiner CD erscheinen, weil entweder der Zentralcomputer gehackt wurde oder ein unterbezahlter Mensch sein Gehalt aufbessern will. Wenn die Daten erst einmal im Umlauf sind, bedeutet es für viele, dass sie nie wieder auch nur den Hauch einer Chance auf einen Job haben werden.





--
Regelmäßiges Versagen ist auch eine Form von Zuverlässigkeit.

Amokhunter

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erstellt am 19.10.2009 um 00:04 Uhr     ICQ 101867948  Zitatantwort        #1613085

Ach und bei analogen Datensätzen, aka Kartei, ist das unmöglich oder wie?

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Wölfi

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erstellt am 19.10.2009 um 00:21 Uhr       Zitatantwort        #1613087

Ja. Weil die Karteikarten nicht an einer zentralen Stelle versammelt sind, sondern bei zigtausend Ärzten über das Land verteilt sind. Ein 'Einbruch' (=Hack) ist einfacher als tausende von Einbrüchen bei Ärzten.



--
Regelmäßiges Versagen ist auch eine Form von Zuverlässigkeit.

-Blackhawk-

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erstellt am 19.10.2009 um 19:17 Uhr       Zitatantwort        #1613233

Quel-Droma schrieb am 18.10.2009 um 20:43 Uhr:
[...] Von der Theorie her ist der Schutz jedenfalls ausreichend und komm mir nun keiner mit von wegen das kann man knacken... da sag ich nur 4 stelliges, NUR numerisches "passwort" auf den EC Karten... und da beschwert sich komischerweise keine sau, obwohl das weit einfacher ist, wenn die Karte mal aus der Hand des Besitzers ist.
[...]

Es ist sogar unglaublich schwierig, sobald die Karte aus der Hand des Besitzers ist. Der Trick ist nicht, eine unglaublich lange Geheimzahl zu haben, sondern nur 3 Versuche zu erlauben. Und jetzt probier mal, die PIN mit 3 Versuchen rauszufinden.

Die meisten Kartenbetrügereien finden daher statt, wenn die Karte noch in der Hand des Besitzers ist. Stichwort Kameras an manipulierten Geldautomaten. Und da bringt dir auch ne 15-stellige alphanumerische Passphrase nix.

Und nein, keine Ahnung, wie die EK gesichert ist, aber ich wollte das hier einfach nicht so falsch im Raum stehen lassen.
MonsieurPomme@ZW

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erstellt am 19.10.2009 um 19:44 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1613245

wie war das letztens noch: dieb klaut Geldbörse, meldet die Person dann über einen Internetservice der Post als verstorben und leitet die Post an ein unbenutztes Postfach in einem runtergekommenen Mietshaus um. Da die Karte als vermisst gemeldet wird, wird ne neue an die Person verschickt, inklusive PIN usw.^^ zumindest so oder so ähnlich wurds inner Glotze geschildert...wer Erfinderisch ist, bekommt das wohl irgendwie hin^^


Neben dem ganzen Datenschutzkram sehe ich auch das von Quel-Droma angesprochene Geldproblem für seltsam gelöst...Nutznießer ist da wohl die datenverarbeitende Industrie.
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