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Autor Druckansicht   Thema: Interpretation von Goethes Schäfer gesucht
Seite: 1
Master of Disaster

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Gilde/Clan:
starComa.worms

erstellt am 27.05.2010 um 10:15 Uhr eMail schreiben    ICQ 157567691  Zitatantwort        #1660893

Hey,

ich singe momentan Hugo Wolfs Vertonung von Goethes Schäfer, werde aber aus dem Inhalt nicht so recht schlau. Ich brauche ihn aber, um singend darauf einzugehen. Hier der Text:

Es war ein fauler Schäfer,
ein rechter Siebenschläfer,
ihn kümmerte kein Schaf.

Ein Mädchen konnt ihn fassen:
da war der Tropf verlassen,
fort Appetit und Schlaf!

Es trieb ihn in die Ferne,
des Nachts zählt' er die Sterne,
er klagt und härmt sich brav.

Nun, da sie ihn genommen,
ist alles wieder kommen,
Durst, Appetit und Schlaf


Wäre jemand so freundlich, den Inhalt grob nachzuerzählen?
alter Jakob

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erstellt am 27.05.2010 um 10:25 Uhr eMail schreiben      Zitatantwort        #1660894

Der Inhalt müsste folgender sein:

Es war ein fauler Schäfer,
ein rechter Siebenschläfer,
ihn kümmerte kein Schaf.

Ein Mädchen konnt ihn fassen:
da war der Tropf verlassen,
fort Appetit und Schlaf!

Es trieb ihn in die Ferne,
des Nachts zählt' er die Sterne,
er klagt und härmt sich brav.

Nun, da sie ihn genommen,
ist alles wieder kommen,
Durst, Appetit und Schlaf


Hört sich für mich nach Faulheit->Liebeskummer->Unruhe->Zweisamkeit->Faulheit an...

--
Wer im Glashaus sitzt, fällt selbst hinein.

Master of Disaster

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Gilde/Clan:
starComa.worms

erstellt am 27.05.2010 um 12:14 Uhr eMail schreiben    ICQ 157567691  Zitatantwort        #1660913

Da bin ich mir eben nicht so sicher.
Gibt es noch andere Meinungen?
Moderator
Turike

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erstellt am 28.07.2010 um 10:41 Uhr     ICQ 106878103  Zitatantwort        #1673915



Es war ein fauler Schäfer,
ein rechter Siebenschläfer,
ihn kümmerte kein Schaf.

Ein fauler SAck, der sich nur um sich selbst, aber nicht (angemessen) um seine AUfgaben kümmert. Ein Tagträumer und Faulenzer.


Ein Mädchen konnt ihn fassen:
da war der Tropf verlassen,
fort Appetit und Schlaf!

Wenn aber ein Mädel kam, dann konnte er alles vergessen, sich ins Zeug legen und war der Holden hemmungslos verfallen. Er sprühte sozusagen vor Aktionismus und war fit und agil, nicht mehr faul und schläfrig - wenn er "siue" dann fände!.


Es trieb ihn in die Ferne,
des Nachts zählt' er die Sterne,
er klagt und härmt sich brav.

Er zog von dannen und lebte fröhlich vor sich hin, stets auf der Suche nach "dem" Mädel, das er sich ertäumte --> ich geb zu, ich tu mich hier etwas schwer mit der Interpretation im Kontext


Nun, da sie ihn genommen,
ist alles wieder kommen,
Durst, Appetit und Schlaf

Jetzt, da er seine Liebst gefunden hat, sie ihn erwählte....da wurde er nach einer graumen Weile wieder so, wie er früher wart (1. Strophe)


Kerninterpretation:
Männer sind durchaus bereit sich zu ändern, um Frauen zu erobern. Haben sie die Holde dann, werden sie wieder wie "früher".

Ein etwas modernerer Bezug dazu: [Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]




--
"I’ve seen things you people wouldn’t believe. Attack ships on fire off the shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhauser Gate. All those moments will be lost in time like tears in rain. ... Time to die."
---Roy Batty

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