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Autor Druckansicht   Thema: Der "Interessante Thread"
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Layana

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Vogelfrei / HA-Gewitterhexe

erstellt am 22.10.2015 um 11:06 Uhr       Zitatantwort        #1922435

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bakvaÞi is an Old Swedish word meaning "fatal accident resulting from a sword being struck backwards without the striker looking in that direction beforehand"

Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 12:01 Uhr       Zitatantwort        #1922436

C-Real schrieb am 22.10.2015 um 10:57 Uhr:

Mir scheint ja fast, als hätte die Strategie der "Altparteien" und "Volksverräter" ein wenig Wirkung gezeigt, da so der Kern dieser Leute freigelegt wurde. Mal sehen, ob es eine weitere Transformation gibt, wo die Bewegung nun wieder Zulauf erhält.


Stimme ich zu (wenn auch vielleicht von Dir nicht gewollt ). Das Ziel, so scheint es, war ein verschärfte Polarisierung und Radikalisierung der Gegnergruppen. Wenn nicht beabsichtigt, dann aber grob fahrlässig herbeigeführt.

Vorgestern in der Phoenixrunde sprach Sascha Mika darüber, das man zwar nicht mit den Rädelsführen, aber zumindest mit den "Verirrten" sprechen sollte. Das hatte man aber schon in den Anfängen der Pegida gebetsmühlenenartig wiederholt. Stattdessen wurde aus islamkritisch islamfeindlich, dann ausländerfeindlich, dann rassistisch. Mob, Ratten, Pöbel und Pack. Dies geschah sozusagen automatisch, ohne jeden Wortwechsel. Alleine über den Austausch von Fernsehbildern. Wer es nur wagte, wenigstens ganz vorsichtig in einen Dialog zu treten (was nicht heißt, alle Parolen und Forderungen nachzugrölen!) wurde politisch beinahe untragbar.

Wie will man jetzt in dieser verschärften Situation noch in einen Dialog treten, wenn es in der gemäßigten Vergangenheit schon nicht gewollt war.

Wenn jetzt Begriffe wie NSDAP ins Spiel gebracht werden, wie sollen die Befürworter eines Nazi-Vergleich noch ohne bewaffneten Kampf auskommen? Alles andere wäre doch dann schweigende Zustimmung. Wenn man den Nazi-Vergleich tatsächlich ernst nehmen würde.

Wenn auch ein gewagter Vergleich, aber ich sehe eine Ähnlichkeit zu der damaligen Springer-Presse und die Radikalisierung der Linken, die unter anderm dann zur RAF geführt hat.
De/Movit

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erstellt am 22.10.2015 um 12:25 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1922437

Mit dem Unterschied, dass viele Pegida-Haltungen damals in der CDU beheimatet und an der Macht waren, die SPD als Juniorpartner gebunden in einer Großen Koalition unter dem Alt-Nazi Kurt Georg Kiesinger. Oder Filbinger in Baden-Württemberg. Die RAF genoss allerdings eine weit weitaus breitere Unterstützung als Pegida, inklusive der Stasi.

Wenn man sich übrigens diese beiden Artikel durchliest, erlebt man irgendwie ein déjà vu und man wundert sich schon, wie wir es überhaupt geschafft haben, diese ganzen Ossis zu integrieren:

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Und ich bin mir sicher, dass das bei den ganzen Heimatvertriebenen auch nicht besser war. Bevor die aufgetaucht sind, waren ganze Landstriche in Deutschland nahezu entkatholisiert. Dann tauchten plötzlich Dutzende Halbpolen mit komischen Nachnamen auf und fingen wieder an, katholische Kirchen zu bauen.

Oder die Ängste vor und damit verbunden die Behandlung der italienischen Gastarbeiter. Immer dieselbe alte Leier. Mit mehreren Jahrzehnten Abstand merkt man dann aber, dass es scheinbar doch irgendwie geklappt hat und mediterrane Küche plötzlich das höchste Ansehen in der Gesellschaft genießt. Oder hält heute noch ernsthaft jemand Graupensuppe oder Kohlrouladen für den Gipfel der Kochkunst?

Was natürlich nicht heißt, dass es keine Probleme gibt, die man lösen muss. Das ist mit der Pegida-Leitung aber nicht machbar, weil sie nicht an konstruktiven Lösungen interessiert ist. Das legt Vergleich relativ gut dar. Dass Pegida-Ängste nicht ernst genommen würden, ist auch nicht wahr. CDU, CSU und SPD überbieten sich ja nahezu im Wettstreit um populistisch wohldosierte Beschränkungsmaßnahmen.
Calahan

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Jagged Alliance

erstellt am 22.10.2015 um 12:52 Uhr       Zitatantwort        #1922438

De/Movit schrieb am 22.10.2015 um 12:25 Uhr:

Mit mehreren Jahrzehnten Abstand merkt man dann aber, dass es scheinbar doch irgendwie geklappt hat und mediterrane Küche plötzlich das höchste Ansehen in der Gesellschaft genießt. Oder hält heute noch ernsthaft jemand Graupensuppe oder Kohlrouladen für den Gipfel der Kochkunst?


Eben Zwar ein anderes Thema, aber ich bin auch der Meinung, das im europäischen Vergleich Deutschland am besten mit der Migration klar gekommen ist. In Frankreich, England, teilweise sogar in den skandinavischen Ländern herrschen schlimmere Zustände. Deshalb verstehe ich die ständige Selbstgeißelung auch nicht. Sogar in der Flüchtlingsdebatte. Deutschland übernimmt die größten Anstrengungen des Flüchtlingsstrom, während andere europäische Länder mit ihren 5000 aufgenommen Flüchtlingen teils mit Schadenfreude auf uns schauen.

Aber ständig kommen Beschimpfungen und "mehr, mehr, mehr".

Statt die deutsche grüne Europaabgeordnete (komme jetzt nicht auf den Namen) mal in ihrem Europarat andere Länder zur Zusammenarbeit drängt, hat sie nur Kritik bis Verachtung für die hiesigen Anstrengungen übrig.
Layana

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Vogelfrei / HA-Gewitterhexe

erstellt am 22.10.2015 um 12:53 Uhr       Zitatantwort        #1922439

Calahan: mit dem kleinen Unterschied, dass das was jetzt gerade abgeht nichts mehr mit "islamkritisch" zu tun hat. Ich bin auch "islamkritisch", ebenso wie ich "christkritisch" und generell "religionskritisch" bin. Alles andere ist pure Augenwischerei.

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C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 12:57 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922440

@Calahan:

Du stimmst mir zu, interpretierst den Erfolg der Strategie eher anders, nämlich negativ. Ich sehe das eher positiv.
Ich glaube, die "verirrten" Leute haben sich bei Pegida mehr oder weniger zurückgezogen. Sie sind nicht notwendigerweise per se damit besser, aber weniger radikal. Immerhin. Diejenigen, die da jetzt mitlaufen, zumindest bis zur Flüchtlingskrise, würde ich schon wieder als latent rechts einstufen. Interessant ist eben, ob das wieder größer wird.

Es gibt immer die Tendenz, dass Leute, die jetzt politisch eher rechts verortet sind, als "verirrt", "abgehängt" oder sonst etwas zu begreifen. Niedrige Bildung und all das. Aber es gibt keine monokausalen Erklärungen für solche sozialen Phänomene. Kann sein, dass das auf manche zutrifft. Genauso sollte man aber bitte nicht die Fähigkeit zum mitdenken dieser Leute unterschätzen. Diejenigen, die bei Pegida mitlaufen, wissen durchaus was sie tun. Diejenigen, die NPD wählen, wissen auch, was sie tun und worauf sie sich da einlassen.

@De/Movit:

Das ist hoffentlich sarkastisch gemeint, weil ich dir dann zustimmen würde.
Mir sind ein paar Italiener mit guter Küche auch lieber als "alteingesessene" und "urdeutsche" Saufköppe! (Klischees 4 life)

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

De/Movit

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erstellt am 22.10.2015 um 13:01 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1922441

@Calahan:
Da hast du Recht. Vor allem liegt es an dem Irrglauben, dass wir uns aus dem Weltgeschehen um uns herum ausklinken könnten und nur auf unsere eigene Bauchnabelschaub konzentrieren müssen. Das funktionert unter den gegebenen Umständen nicht. Die einzige, die das wirklich kapiert hat, so leid mir das tut, ist in der Tat Angela Merkel. Die hat schon verstanden, wo man wirklich ansetzen kann. Dummerweise kommt sie damit einige Monate zu spät, weil sie es vorher wie immer versucht hat auszusitzen. Und sie hat es mit ihrer sehr rigiden innereuropäischen Haltung in den letzten Monaten geschafft, sich Feinde zu machen, die es jetzt auch nicht für nötig halten, die große Solidarität zu zelebrieren.

@C-Real:
Auf mediterrane Küche lass ich nichts kommen. Nach anstrengender körperlicher Arbeit schmecken aber auch Kohlrouladen durchaus lecker.
Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 13:26 Uhr       Zitatantwort        #1922442

De/Movit schrieb am 22.10.2015 um 12:25 Uhr:

Dass Pegida-Ängste nicht ernst genommen würden, ist auch nicht wahr. CDU, CSU und SPD überbieten sich ja nahezu im Wettstreit um populistisch wohldosierte Beschränkungsmaßnahmen.


Ich sehe da nur den Zusammenhang, das zwar über Einschränkungen nachgedacht wird, aber trotzdem drauf gedroschen wird. Einerseits beschimpft man das "Pack", gleichzeitig sieht man den Sinn von manchen Forderungen ein. Das finde ich ziemlich verlogen. Am Ende hat immer die Realität recht.

Aber wie schon schrieb, es geht nicht darum, Irgendwelche Parolen nachzurufen, sondern einfach mal mit den Beschimpfungen und Ausgrenzungen aufzuhören. Allerdings ist es dafür jetzt zu spät. Das hätte man noch am Anfang machen können. Jetzt hat man eine Situation geschaffen, die von Anfang an herbei gerufen wurde. So wie noch vor einem Jahr die Leute tituliert wurden, sind sie jetzt auch geworden.

Verachtung und Ausgrenzung ist einfach ne verdammt schlechte Erziehungsmaßnahme.

Aber ich will kein Mitleid für die Leute, sondern einfach etwas Kultur und Verständnis. Wir sind doch so verdammt kultiviert uhnd erhaben. Viel besser als diese Leute. Wir "verstehen" ja sogar Scharia-Gesetze, warum nicht Pegida-Bewegungen? Aber nun ist es zu spät. Jetzt können die Keulen raus geholt werden.
Layana

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erstellt am 22.10.2015 um 14:03 Uhr       Zitatantwort        #1922443

Also ich versteh weder Scharia-Gesetze noch Pegida, aber dich knüppel ich gerne wenn du schon so schön darum bittest.

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 14:47 Uhr       Zitatantwort        #1922445

Uh, ne schwierige Doppelprovokation. Einerseits unterstellst Du mir Unterwürfigkeit, andererseits, wenn ich jetzt angemessen reagieren würde, wäre der böse Kern in mir entblößt.

Dumme Situation für mich. Entweder Maus oder Mann. Beides ist negativ beurteilt.

Ich frage mich nur, warum? Weshalb bettel ich jetzt um Prügel? Und weshalb sollte ich danach anständig Selbstkritik üben? Und an welchen Aussagen?

Wieso haben überhaupt gewisse Leute ein Gewaltmonopol? Ich würde nie auf die Gedanken kommen, hier jemanden auch in sarkastischer Weise in dieser Art anmachen. Das würde auch verdammt schlecht aussehen. Bei Dir wird aber hingenommen, das es in Ordnung ist bzw Du scheinst nicht mal Zweifel an dieser Vorgehensweise zu haben.

Wahrscheinlich gehst Du von einem Gedankenverbrechen aus. Jemand, der eine Meinung wie ich vertritt, ist im Inneren ganz sicher gewaltttätig und gehört alleine deswegen bestraft. Selbst wenn ich 85 wäre und im Rollstuhl sitze. Der unterstellte Gedanke zählt.

Bzw meine Worte (welche?) sind verbrecherischer als jede physische Gewaltreaktion. Deshalb ist diese auch verhältnismäßig.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 14:54 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922446

Layana würde ich jetzt nicht so ernstnehmen. Und gut is'.

Bei deiner Argumentation weiter oben verstehe ich nicht recht den Zusammenhang zwischen Argument und Sprecher. Man muss Pegida jetzt "verstehen", weil sie mit radikaler Rhetorik Flüchtlingsobergrenzen oder Abschiebungen fordern? Wo ist der Zusammenhang?
Schon vorher haben Union und SPD für eine entsprechende Praxis geworben, nun ist das mehr in die Öffentlichkeit gerückt. Es besteht trotzdem immer noch ein Unterschied wie man die Forderung artikuliert und wie man das Argument gebraucht.

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 15:15 Uhr       Zitatantwort        #1922447

Ich meine, wie die Auseinandersetzung geführt wurde. Nicht die Inhalte selbst. Das das Kind inzwischen in den Brunnen gefallen ist, weiß ich selbst.

Aber man hätte eine Chance gehabt, es gar nicht so weit kommen zu lassen. Ich schätze, niemand von uns ist selbst in Dresden, um die Sache aus eigenen Anschauen zu beurteilen.

Man kannte nur den Nachrichtenüberblick. Und ich fand die Reaktionen auf die ersten Pegida-Demonstrationen wesentlich hasserfüllter und verächtlicher, als das, was dort zu sehen war. Mag sein, das sie artikuliert haben, das sie keine Muslime mögen. Die Reaktion darauf, das man Pegida nicht möge, war um einiges heftiger. Und zwar in einer Weise, die Pegida selbst so nicht geäußert hat.

Ich habe vielleicht einen veralteten Gerechtigkeitssinn. Aber so zu reagieren, wie man der Gegenseite vorwirft, ohne das diese dies so getan hätte, finde ich schon ziemlich unerträglich.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 15:20 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922448

Ich habe da eine etwas andere Erinnerung als du. Es gab viele, die Pegdia kritisierten. Es gab aber auch welche, die anfangs entsprechendes Verständnis zeigten und in den Dialog mit moderaten Kräften getreten sind. Vielleicht nicht perfekt, und sicherlich hat man ja auch nur die entsprechenden Infos aus den Medien. Aber die Reaktionen fielen doch gemischt aus.

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 15:35 Uhr       Zitatantwort        #1922449

Das war kein Kritisieren mehr. das war pure Verachtung. Von Anfang an kam Rattenfänger, Verlierer, Verirrte. Siegmar Gabriel konnte beinahe seinen Hut nehmen, als er bei einer Diskussion mal anwesend war. Das diese alle arbeitende Bevölkerung waren, die durch ihre Steuern überhaupt erst die Möglichkeiten bieten, die dieses Land hat, wurde erst gar nicht in Betracht gezogen.

Und diese Doppelmoral. Es wurde verurteilt, das es in Dresden kaum Muslime gibt, weshalb man dies nicht beurteilen kann. Lebt von diesen Argumentführern in gewissen großstädtischen Bezirken, um zu beurteilen, das dies alles erfunden ist?

Selbst der Autor des obigen Blog hat seine Analyse nur aus Fernsehberichten erstellt. Mit welchen Recht darf er dies, aber Dresdener nicht? Die haben auch Fernsehen, das Tal der Ahnungslosen war mal.

Und wieso muss man erst Befürchtungen am eigenen Leib erleben, um dagegen aufzubegehren? Dann dürfte man auch den Hunger in der Welt nicht anklagen, weil es hier sogar die Tafeln uns Suppenküchen gibt. Also eher weniger Hunger.

Und diese verdammt Lüge der Erlaubnis einer Islamkritik. Oben war Layana selbst noch islamkritisch und das man das darf. Aber wer sich dementsprechend äußert bzw nur Scharia sagt, ist automatisch Pegida und gewalttätig. Zumindest aber nicht ernst zu nehmen.
De/Movit

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erstellt am 22.10.2015 um 19:56 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1922462

Der Autor des Artikels hat mehr Beziehungen nach Dresden als seinen Fernseher. Er stammt aus Görlitz, ist Veranstalter eines jährlichen Literaturfestivals in Dresden und Kolumnist der Sächsischen Zeitung, ebenfalls Sitz in Dresden.

Ich erinnere mich daran, dass Bachmann von Anfang an mit Aussagen aufgefallen ist a la warum man afrikanische Bootsflüchtlinge überhaupt aus Seenot retten müsse, oder ähnlich. Das, was C-Real über die Angebote gesagt hat, traf ebenfalls zu. Die Sache ist nur, dass die Vertreter in Dresden die etablierten Parteien und Politiker mit Ausnahme der AfD als Ansprechpartner nicht akzeptieren wollten. Die Treffen mit Frauke Petry wurden ganz eilig als Ausnahme bezeichnet. Die Verweigerung der Zusammenarbeit mit dem Establishment, also vorgebliche "Nichtpolitik", gehörte nämlich von Anfang an zum Gründungsmythos der Bewegung. So gesehen hat Pegida von Anfang an extreme Verweigerer angesprochen hat, die natürlich auch auf der Gegenseite niemals als Ansprechpartner akzeptiert werden konnten. Die "Gemäßigten" hatten keine Ansprechpartner, selbst die scheinbar konstruktivere Oertel hat sich bis zu ihrer Abspaltung nie gegen die Bachmann-Linie gestellt. Es war also gezielte Provokation. Pegida zielt nicht darauf ab, einen Konsens herbeizuführen, sie spekulieren darauf, dass sich genügend Leute verweigern, die Gegenseite dann einknickt und bedingungslos kapituliert. Im Prinzip also wie die Tea Party.
Calahan

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Jagged Alliance

erstellt am 22.10.2015 um 20:20 Uhr       Zitatantwort        #1922463

Ich will diese Sätze jetzt nur schreiben, damit nicht der Eindruck einer Nichtbeachtung oder Ignoranz meinerseits entsteht.

Ich hatte schon einen andere Wahrnehmung der ganzen Geschichte. Was meiner Meinung nach schon vor Pegida in ähnlicher Weise auch mit der noch-Lucke AfD geschehen ist.

Das die heutige Situation vollkommen eskaliert ist und eher noch schlimmer wird, will ich nicht verleugnen.

Aber über die Ursachen habe ich konträre Deutungen bzw Wahrnehmungen, aber dies passiert jedem ständig und überall. Damit will ich es, für mich jedenfalls, belassen.

Weder kann ein CDU-Mensch einen Linken überzeugen, noch umgekehrt. Jetzt mal im Allgemeinen gesprochen. Wichtig ist nur, das man sich dabei nicht die Köpfe einschlägt, aber die Saat dafür wurde gelegt.
TheDarkShadow

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erstellt am 22.10.2015 um 20:35 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 306869606  Zitatantwort        #1922466

Was die Wahrnehmung und das Überzeugen angeht könnte folgender Link interessant sein: [Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]
Ich schreibe jetzt mal nicht dazu was die These etc ist und was man da raus nehmen kann, einfach selbst mal über diese These nachdenken
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 20:36 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922467

Du könntest aber schon versuchen deine Deutungen darzulegen statt genau dasselbe zu machen, also sich einer Diskussion zu entziehen. Ich nehme für mich nicht in Anspruch es bei dem Thema besser zu wissen, daher weißt du womöglich mehr.

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Calahan

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Jagged Alliance

erstellt am 22.10.2015 um 20:56 Uhr       Zitatantwort        #1922468

Ich habe doch schon geschrieben, das es für mich um die Form der Auseinandersetzung geht und nicht um Inhalte.

[PS möchte ich noch kurz schreiben, das die momentanen Anschläge von Rechtsradikalen für mich nichts in dieser Diskussion verloren haben. Darum geht es jetzt bitte nicht. Dies schreibe ich nur vorsorglich, damit man nicht vollkommen abdriftet]

Meine Deutung ist, das Pegida wie die AfD niemals eine Chance hatten. Sie wurden von Anfang an verleugnet. Und ganz ehrlich, wenn Ihr es denn unbedingt hören wollt. Ja, ich finde es schon ziemlich arrogant, dies einfach zu negieren. Ebenso die Sache mit den Politik-Verweigeren. Sie hatten im besten rotrotgrünen Sinne Politik gemacht, in dem sie ihre Sache auf die Straße gebracht haben. Nur hat das Thema nicht gepasst. Und dies wurde ihnen verdammt deutlich gemacht.

Und ehrlich. Mensch Leute, zeigt mir doch ein Beispiel, wo von Anfang an diese Bewegung nicht sofort als "asoziale Verlierer-Bewegung" abgetan wurde. Meine Güte, das waren arbeitende Menschen mit Familie. Und dies schaukelte sich von Woche zu Woche hoch. in Medien und Politik (jep!) gab es einen regelrechten Wettbewerb an Erniedrigungen. In dieser Art hatte Pegida nie angefangen. Wie will man von einem geschlagenen Hund aufrichtiges Gebelle erwarten? Vielleicht noch Dankbarkeit?

DAS ist meine Deutung.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 21:16 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922470

Na, ich hätte jetzt schon etwas substanzielleres erwartet. Das hast du oben schon einmal gesagt.

Du tust so, als wären beide Gruppen, Pegida wie die AfD, einfach nur falsch verstanden worden. Dabei haben sich deren Schattenseiten schon ziemlich schnell gezeigt. Bei Pegida kam eine ziemlich dümme Öffentlichkeitsarbeit hinzu, wenn ich da an den Auftritt von Frau Oertel bei Günther Jauch denke, die klar erkennen lassen hat, dass die Angst vor Islamisten und Terroranschlägen nur einen Teil des Kuchens ausmachte. Dazu kamen Verschwörungstheorien und mehr. Das war genau das Zeug, das du auf paranoiden, alles verdrehenden Blogs wie pi-news u.a. Quellen des Rechtsaußens findest.
Und auch die AfD hat mit dem kokettiert, wodurch ein Bernd Lucke heute kein Parteivorsitzender mehr ist ("Die Geister, die ich rief").

Bring' halt Argumente. Konkret.

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 21:21 Uhr       Zitatantwort        #1922471

Soll ich jetzt meine Wahrnehmungen umdeuten, bis es passt? Ich hatte oben meine Wahrnehmungen geschrieben, Du verlangtest eine Wiederholung, ich habe wiederholt.

Was erwartest Du? Wollen wir das Spielchen umdrehen? Erkläre mir mal Deine Wahrnehmungen! Denn die kann ich ebenso nicht nachvollziehen.

Deswegen meinte ich, ich will es dabei belassen. Konträre Positionen kann man nicht einfach wegwischen.
De/Movit

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erstellt am 22.10.2015 um 21:21 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1922472

@TheDarkShadow: Ist nichts wesentlich Neues, etwas weniger Abstrakt hatte es schon ein anderer Artikel zum Thema Impfskeptizismus erklärt, denn ich vor Wochen mal gepostet hatte. Was mich an deinem Link allerdings stört, ist die Beweihräucherung der Science, weil die nicht weniger von persönlichen Interessen geprägt und geschönt sind, manchmal sogar bis hin zum Forschungsbetrug verfälscht. Je größer die Reputation des Schreibers, desto seltener werden seine Aussagen in Frage gestellt, und je etablierter eine Lehrmeinung ist, desto giftiger werden Skeptiker mundtot gemacht. Gegen Seilschaften in der Wissenschaft schützt auch kein peer review.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 21:26 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922473

Calahan schrieb am 22.10.2015 um 21:21 Uhr:

Soll ich jetzt meine Wahrnehmungen umdeuten, bis es passt? Ich hatte oben meine Wahrnehmungen geschrieben, Du verlangtest eine Wiederholung, ich habe wiederholt.

Was erwartest Du? Wollen wir das Spielchen umdrehen? Erkläre mir mal Deine Wahrnehmungen! Denn die kann ich ebenso nicht nachvollziehen.

Deswegen meinte ich, ich will es dabei belassen. Konträre Positionen kann man nicht einfach wegwischen.

Du bist ja schon genauso verschwörungstheoretisch, Mann. Ich will nicht, dass du deine Meinung änderst, sondern mir Beispiele nennst oder links postest, die deine Sichtweise untermauern. Das erwarte ich. Was denn bitte sonst?
Stattdessen wiederholst du dich - ja. Das wollte ich aber nicht.

Meine Wahrnehmungen habe ich dir untermauert. Vielleicht keine links gegeben, denn dafür bin ich gerade zu faul. Doch das Gemeinte kann man schnell finden.


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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 21:38 Uhr       Zitatantwort        #1922474

Ich habe meine Wahrnehmungen auch untermauert, schon alleine in dem ich sie ausgeschrieben habe. ICH habe um ein Beispiel gebeten, wo NICHT Pegida und davor die AfD prophylaktisch verleugnet wurde. Dein Jauch-Beispiel stützt nur meine These.

Überhaupt nervt mich langsam diese Arroganz. Wenn ich das Gefühl habe, ich bräuchte eine Erholung und eine Nachdenkpause und dies versuche zu artikulieren, warum muss dann weiterhin gezerrt werden?

Vielleicht bin ich zu einfach gestrickt, aber diese Taktik empfinde ich als kühl und nicht verzeihend. Eigenschaften, die mir nicht nahe stehen. Wenn dies eine erstrebenswerte Kultur ist, meinetwegen, dann bin ich nicht kultiviert. Gute Nacht! Und es ist mir scheißegal, ob Du jetzt denkst, "was ein Opfer"
TheDarkShadow

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erstellt am 22.10.2015 um 21:45 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 306869606  Zitatantwort        #1922475

De/Movit schrieb am 22.10.2015 um 21:21 Uhr:

@TheDarkShadow: Ist nichts wesentlich Neues, etwas weniger Abstrakt hatte es schon ein anderer Artikel zum Thema Impfskeptizismus erklärt, denn ich vor Wochen mal gepostet hatte. Was mich an deinem Link allerdings stört, ist die Beweihräucherung der Science, weil die nicht weniger von persönlichen Interessen geprägt und geschönt sind, manchmal sogar bis hin zum Forschungsbetrug verfälscht. Je größer die Reputation des Schreibers, desto seltener werden seine Aussagen in Frage gestellt, und je etablierter eine Lehrmeinung ist, desto giftiger werden Skeptiker mundtot gemacht. Gegen Seilschaften in der Wissenschaft schützt auch kein peer review.


Mir ist der Link nur heute unter die Augen gekommen und ich dachte gerade er passt ganz gut. Hatte Deinen Beitrag, welchen Du gerade genannt hast nicht gelesen, von daher, sorry.

Was die Arroganz der Science angeht, jeder Titel ist von der Seite geprägt, welche sie schreibt, von daher habe ich diesen Teil nur geringe Bedeutung zugeschrieben.
Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 21:45 Uhr       Zitatantwort        #1922476

Calahan schrieb am 22.10.2015 um 21:38 Uhr:

Dein Jauch-Beispiel stützt nur meine These.



Wieso beruft man sich überhaupt auf solche Klatschwettbewerb-Sendungen? Gibt ja auch auf anderen Sendern Diskussionsrunden, die den Namen auch verdienen.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 22:38 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922478

Na das hat ja gut geklappt mit deinem Ins-Bett-gehen! Ist doch kackegal, ob sie das bei Günther Jauch, der Phoenixrunde, Unter den Linden, oder einem Lokalsender von Dresden gesagt hat. Du konntest da einen der führenden Köpfe von Pegida sehen. Live, ungeschnitten. Da hat sie Blödsinn gelabert. Muss ich dir so etwas wirklich erklären?
In selbiger Runde - oder einer anderen davor - saß übrigens der Typ von der Landeszentrale für politische Bildung. Der hat von Anfang an den Dialog mit Pegida gesucht und sie nicht verteufelt. Äußert sich heute übrigens auch anders. Kann man bei MDR Info nachhören.

Dass du nach 4 Posts gleich einen auf beleidigt machst und dich als "Opfer" von "Taktiken" siehst, ähnelt übrigens auch gewissen politischen Bewegungen. War das jetzt eine selbsterfüllende Prophezeiung oder was?
Untermauert hast du jedenfalls gar nichts, weil du dich einfach nur wiederholt hast. Begründungen und Argumente müssen hinzu. Auch das muss ich dir eigentlich nicht erklären müssen. Hier steht doch groß und breit "Diskussionsforum" drüber, meine Güte.

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 22:48 Uhr       Zitatantwort        #1922479

Wohl wahre Worte

Das Problem ist nur, DU siehst Deine Felle davon schwimmen. Ich ahnte ja schon, was passieren wird. Diese Republik ist nicht mehr jene, die sie noch vor kurzen war und was sie ausgemacht hat. Der Traum ist erfüllt und gleichzeitig vorbei. Nun geht es an die Substanz.

Mir geht es persönlich am Arsch vorbei, aber was machst Du? Ein Zurück in alte, gute Zeiten gibt es nicht mehr, es wird eher radikaler. Von beiden Seiten. Überlege lieber mal, wie Du darin noch Platz darin findest.

Eine Auseinandersetzung mit mir wird die Zeiten nicht ändern.
C-Real

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erstellt am 22.10.2015 um 23:04 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1922481

Uh...

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Calahan

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erstellt am 22.10.2015 um 23:07 Uhr       Zitatantwort        #1922482

Was von mir heißen soll, ich habe keinen Bock auf Blinde, die den Verkehr lenken wollen. Mag sein, das Du starke Worte wählen kannst, aber sie überzeugen kein bisschen.

Hoho, aber ich soll Dich überzeugen? Fang doch erst mal an, mich zu überzeugen. Mit irgenndwelchen dumpfen Beleidigungen schaffst Du es bei meiner empfindlichen Seele jedenfalls nicht.
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