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Autor Druckansicht   Thema: TV-Serien
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Eberon

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Gilde/Clan:
Garde der Allianz

erstellt am 24.10.2017 um 19:06 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1937611

Übertreiben? Vielleicht.

Maßlos? Nein.

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… wande si ne wizzen waz si tuont …

Administrator
O Love

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Gilde/Clan:
Verfechter für Recht und Schreibung

Der böse olv

erstellt am 24.10.2017 um 19:44 Uhr eMail schreiben  Homepage besuchen  ICQ 14510894  Zitatantwort        #1937612

Es existiert eine Fan-Theorie, dass Captain Lorca und Voq dieselbe Person seien. Derselbe Schauspieler taucht wohl in den Credits auf, obwohl einer der Charaktere gar nicht mitgespielt hat. Sollte das zutreffen, wäre das doch eine ziemliche Wendung.

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Thou shalt take this sword of thermonuclear explosions +2 and...

Administrator
uzi

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erstellt am 27.10.2017 um 18:04 Uhr eMail schreiben      Zitatantwort        #1937645

hab mir die letzte staffel von the strain angeguckt. schwächelt vielleicht gegen ende etwas und max charles halte ich a) für einen schlechten schauspieler und b) für fürchterlich synchronisiert. trotzdem wars unterm strich ne recht gute serie und ich kenne eigentlich auch nichts aktuelles, was vergleichbar wäre.
C-Real

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Gilde/Clan:
MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 19.11.2017 um 14:24 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1937879

Meine letzte Serie war “The Leftovers”. Es geht darum, wie die Welt damit umgeht, als eines Tages 3% der Weltbevölkerung einfach so vom Planeten verschwinden - daher der Titel. Als teils kruder Mix aus Mystery und Drama weiß die Serie bestens zu unterhalten - wenn man sich darauf einlässt, dass der Fokus gerade auf dem letzterem liegt.

Eben das ist vielleicht etwas unbefriedigend, zumindest zu Anfang: Man will einfach wissen, was passiert ist! Das weiß aber niemand so genau. Und es soll schließlich um die Hinterbliebenen gehen. Das macht die Serie schon in der ersten Staffel klar, der meiner Meinung nach besten. Ziemlich punktgenau werden in wenigen Pinselstrichen wichtige Akzente zum Verständnis des Settings gesetzt. Beispiel: Die US-Sicherheitsbehörde ATFE heißt nun ATFEC - Alcohol, Tobacco, Firearms, Explosives and Cults. Denn seit dem Ereignis haben sich diverse Sekten, Propheten, Kulte und dergleichen aufgetan, von denen nicht ganz klar ist, ob manche nicht doch mehr wissen. Hier spielt die Serie sehr gut mit den Mysteryelementen.
In der ersten Staffel geht es vor allen Dingen um den Konflikt in der Kleinstadt Mapleton zwischen einem dieser Kulte, den Guily Remnants. Im Zentrum steht die dysfunktionale Familie Garvey, die augenscheinlich niemanden bei dem Ereignis verloren hat. Super Schauspieler, insbesondere Justin Theroux, der dann in der 2. Staffel eine herzzerreißende Darbietung von Simon & Garfunkels “Homeward Bound” anbietet. Aber noch mehr gefällt mir die Figur Nora Dursts, einer Frau, die gleich ihre gesamte Familie verloren hat. Absolut gut geschrieben: Eine Powerfrau im besten Sinne, die verletzlich und tough ist, ohne einseitig geschrieben zu sein. Und Reverend Matt Jamison ist zwar etwas zu sehr an Hiob angelehnt (es gibt auch andere interessante Bibelfiguren), aber dafür einer, der religiöses Empfinden mal nicht ins Lächerliche zieht, trotz allem, was ihm widerfährt.

Mehr darf man eigentlich nicht sagen. Wie gesagt, man muss sich darauf einlassen hier wirklich eine Dramaserie serviert zu bekommen, keine Mysteryserie. Und das funktioniert eben irgendwie doch. Denn sie fordert die Zuschauer heraus mit einer teils hintersinnigen Symbolik. Aber da die Figuren so gut sind, begleitet man die Protagonisten gerne. Wie geht die Welt mit so einem Ereignis um? Ich würde die Serie übrigens wie “The Wire” als eine ansehen, die unbedingt in Soziologie-Kursen gezeigt werden sollte. Doch das nur am Rande.
Toll auch wie sich im Laufe der Zeit die Regie verbessert. Anfangs, mit Peter Berg am Ruder (der Actiontyp, jawohl) noch etwas konventionell, wird da später viel gemacht, mit langen Einstellungen usw. Der grandiose Jung-Klassiker Max Richter steuert den Soundtrack bei, von dem man gerne noch mehr hätte hören dürfen.

Das Ende ist rund. Die 3. Staffel hat ein paar mehr Absurditäten, aber auch Humor. Und obwohl die Serie so gekonnt zum Abschluss gebracht wird, merkt man auch, wie viel mehr Material die Macher für weitere Staffeln hatten. Sehr schade.

Zum Schluss ein weiterer, kurzer Vergleich: Damon Lindelof hat ja “Lost” geschrieben (manche würden sagen: verbockt). Und dann auch sowas wie “Prometheus”. Mit “The Leftovers” hat er sich rehabilitiert. Er wollte, dass bei “Lost” niemand mehr nach den Mysterien fragt, weil die Figuren so interessant waren. Waren sie auch. Aber trotzdem war’s in erster Linie eine Mysteryserie mit Drama. “The Leftovers” funktioniert genau anders herum - und dieses Mal ist das Experiment geglückt. Wenn man sagen sollte, worum’s geht: Glauben.

Fazit: In meiner Top 10. Sehr schade, dass es nur drei Staffeln gab. Aber das haben sie gut gelöst. 4,5/5


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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

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