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Autor Druckansicht   Thema: Interstellar
Seite: 1
C-Real

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Gilde/Clan:
MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 20.11.2014 um 19:10 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1898916

Vorab: Ab der Mitte des Filmes musste ich verdammt heftig pinkeln, aber ich habe es mir tapfer verkniffen! Vielleicht lag's daran, dass ich "Interstellar" irgendwann belastend fand. Ganz so sein kann es aber nicht: Der Film ist ambitioniert, er ist gut und besser als so vieles andere - zum Glück besser als, das viel gescholtene "The Dark Knight Rises". Eben dieser bleibt Christopher Nolans schlechtester Film. Doch "Interstellar" folgt darauf schon - leider!

Wenn ich den Film jetzt kritisch bewerte, dann verweise ich gleich darauf, dass meine Bewertung überhaupt nicht von Logiklöchern oder Plotholes herrückt, welche die krasse, ambitionierte Geschichte nun einmal mit sich bringt. Rein was die Inszenierung angeht, gibt es schon genug zu meckern, und vieles davon ist leider typisch Nolan. Seine Erklärungswut kommt auch hier wieder zum Tragen. Wieder können die Figuren selten wirklich "normale" Unterhaltungen führen - immer wird das irgendwie damit verbunden ein astrophysikalisches Konzept zu erklären. Das muss sein, klar. Aber immer?! Die zudem viel gelobte Emotionalität bewegt sich hart am Kitsch, obwohl die Schauspieler alle einen guten Job machen, besonders auch der Hauptdarsteller.
Es ist einfach der Flow des Films, der irgendwie zu holprig ausfällt: Mal ist das alles zu langsam, dann zu schnell. Und leider findet "Interstellar" dann auch nicht den richtigen Ausstieg:
Spoiler:
Es ist wirklich kitschig, platt, hollywoodesk und viel zu zahm. Cooper müsste, sofern er überhaupt überlebt, geisteskrank oder so etwas geworden sein. Und warum wird, wenn schon bei diesem Ende, so wenig Zeit darauf verwendet ihn in seinem neuen Leben zu präsentieren?! - Der Film hätte mit dem im All treibenden Cooper enden sollen. Manche meinen: schon früher! Doch das wäre angesichts des Drehbuchs wohl nicht möglich gewesen.


Stärken sind der sehr gute Soundtrack und die tolle Optik - aber irgendwie war "Inception" da bereits weiter. Und auch die Schauspieler sind, wie gesagt, alle sehr gut. Doch warum musste Nolan nur, wie er mal selbst sagte, einen "Familienfilm" daraus machen? Es ist wirklich ein mutiger Film für das Blockbustergenre. Aber für ein zweites "2001" - an dem Vergleich muss er sich eben messen lassen, wenn schon so gewollt - ist es nicht. Dafür wird der Zuschauer mal wieder zu sehr an die Hand genommen.

Fazit: "Interstellar" ist gut, keine Frage. Aber er enttäuscht auf hohem Niveau und weiß nicht recht, wann Schluss ist. Allein in der Inszenierung finden sich wieder so viele Mängel ohne von gewissen Paradoxien u.a. reden zu müssen. 3,5 / 5

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

Revenge

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erstellt am 21.11.2014 um 11:52 Uhr       Zitatantwort        #1898986

Mir hat der Film sehr gut gefallen, weil er mir ein Gefühl vermittelt hat, wie eigentlich kein anderer Film jemals zuvor: Wir haben nur diese eine Erde, warum zum Geier hauen wir uns da unten auch noch die Köpfe ein und gehen damit so schluddrig um. Es sind tolle Bilder gewürzt mit einem nicht ganz so netten Blick auf die Menschheit. Ich finde gut, dass er aber keinen moralischen Zeigefinger hebt. Ehrlich gesagt hätte ich auch nicht geglaubt, dass der Film so gut ausgeht. Das hat mich überrascht, aber nicht sonderlich gestört. Der Sound war sehr sehr gut eingesetzt und für mich persönlich war der Film auch nicht zu lang, denn um Emotionen aufzubauen und Handelungsmotivationen so darzulegen, braucht es eben Zeit. Die Leistung der Schauspieler hat mich überzeugt.

Als ich aus dem Kino kam, war mein erstes Gefühl "Mensch bist du mit deinem Alltag so klein". Das allein hat mir schon gefallen, denn heuzutage gibt es kaum mehr Filme, die wirklich zum nachdenken anregen, tiefgreifende Gefühle wecken können und es auf die große Leinwand schaffen.

Mein Fazit ist: Ein toller und sehenswerter Film.
Wildman

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Gilde/Clan:
Haus Thaveruil, Ainkhurn, Velti'Enorethal

erstellt am 30.04.2017 um 23:54 Uhr       Zitatantwort        #1935413

Mir hat der Film überwiegend gut gefallen. Die letzte ("aufklärende") Phase fiel für mein Gefühl sehr aus dem Rahmen, den ich vorher abgesteckt zu sehen glaubte. Für eine spannende Wende oder Auflösung war die für mich nämlich zu wenig begreiflich. Da war ich überfordert. Sehenswert finde ich den Film aber schon, irgendwie.

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Administrator
uzi

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erstellt am 01.05.2017 um 00:08 Uhr eMail schreiben      Zitatantwort        #1935414

ging mir ähnlich. außerdem hat mich gestört, dass nie so wirklich erklärt wird, was eigentlich das problem auf der erde ist und wieso man das nicht lösen konnte. oder ist das die kernbotschaft? verbrennen wir ruhig unseren lebensraum - wenn alles weg ist, verpissen wir uns an ein anderes lauschiges plätzchen? ab davon fand ich auch das ganze expeditions-prozedere nicht durchdacht. bevor man auf einem völlig unerforschten planeten landet, macht man doch sicher erstmal ein paar umkreisungen, während derer man feststellen kann, ob der landeplatz regelmäßig von gigantischen wellen überrollt wird. und so kann man munter weitere fragwürdigkeiten im drehbuch listen. aber das lass ich mal und fazitiere: kein schlechter film, aber imho im allgemeinen deutlich überbewertet.
Wedge

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Gilde/Clan:
Freacus Scandinavus, Väterchen Post, Wedgetarian, He's unvermeidbar!

erstellt am 01.05.2017 um 02:29 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1935415

für mich ist der film ungefähr ab der hälfte komplett zusammengebrochen, als 1. alles technische/wissenschaftliche, was die mission anfangs so schwer gemacht hatte, dann plötzlich komplett egal wurde und als 2. die wissenschaftler anfingen, blöder als schimmelbrot zu sein. und gerade der wasserplanet war so bekloppt... ist ja nicht so, als ob wir nicht wüssten, was ebbe und flut verursacht und dann soll ich glauben, dass diese genies da nicht auf die idee gekommen sind, dass ein von nem ozean bedeckter planet der um ein schwarzes loch kreist vielleicht klitzekleine wellen haben könnte...

sowas reißt mich dann immer so sehr raus, dass ich mich auf die story und/oder die emotionale auseinandersetzung gar nicht mehr einlassen kann.

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Master of Disaster

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starComa.worms

erstellt am 02.05.2017 um 00:31 Uhr eMail schreiben    ICQ 157567691  Zitatantwort        #1935424

Was Wedge sagt, außerdem fing der Film ab der Mitte dermaßen an zu nach Pathos und Hohlheit zu triefen, ich fühlte mich wie ein McDonalds-Ami.
Beim ersten Mal im Kino fand ich ihn überragend gut, was war da wohl los?
Wedge

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Gilde/Clan:
Freacus Scandinavus, Väterchen Post, Wedgetarian, He's unvermeidbar!

erstellt am 02.05.2017 um 16:46 Uhr     ICQ 330224639  Zitatantwort        #1935427

audiovisuelle ergriffenheit vielleicht?

ist ja nicht so, dass der film bildlich, sfx-lich und musikalisch nicht super wäre.

ich hör den soundtrack immer noch, obwohl ich den film quark fand.

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NotX-Lated

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erstellt am 03.05.2017 um 21:17 Uhr       Zitatantwort        #1935436

Der Film hätte auf jeden Fall ein paar Szenen eher enden sollen.
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