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Autor Druckansicht   Thema: The Revenant
Seite: 1
C-Real

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MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 17.01.2016 um 22:25 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1925239

Zweifelsohne war dieses großartige Stück Kino ein Erlebnis. Eine wahre Wucht - und dann noch so schön altmodisch, aber gleichzeitig mit der entsprechenden Technik versehen (da stören mich auch keine CGI-Tiere - lieber so als echte Tiere dem Stress auszusetzen), sodass der Film eben dennoch modern bleibt. Wunderbare Darsteller und eine unglaubliche Kamera - schön!

Allerdings hat mich eine Sache gewundert - und daran hängen dann auch alle weiteren Dinge, die mir so auffielen, positiv wie negativ. Wenn man nämlich sagt die Handlung ist etwas dünn, dann stimmt das auch. Durch die Inhaltsangabe ist relativ klar was passieren wird. Darum ist der Film auch etwas zu lang, 20 Minuten Kürzung in der Mitte hätten dem Film gut getan. Es ist schlicht weg nicht überraschend wie gut Hugh Glass das alles überlebt. Man weiß, er wird durchkommen, zumindest eine ganze Weile. Also kann das kürzer sein. Die Handlung entwickelt sich auch etwas anders. Das Ganze wird kein Rachefeldzug gegen eine Gruppe, sondern eigentlich nur einen Mann. Womit wir bei Fitzgerald wären, gespielt von Tom Hardy, dessen Rolle viel größer war als ich erwartet hatte. Hardy wäre der Oscar als Nebendarsteller zu gönnen. Ich muss sogar sagen, dass diejenigen, die meinen er habe mit seinem Auftritt Leo etwas die Show gestohlen, recht haben könnten. Denn Hardy hat einfach die etwas dankbarere Rolle, die mehr machen kann (insbesondere reden) und mehr Hintergrund erhält, als Hugh Glass, der ein paar Alpträume & Co. erfährt. Sicherlich erlebt Glass eine Tortur und Leo spielt sie besonders körperlich gut. Aber seine Figur gibt dann doch nicht so viel her. Und gerade jene Traumelemente hätte man sich sparen können.
Die Frage ist letztlich auch, ob der Film beim zweiten Schauen so eine Wucht entfalten kann. Ich könnte mir vorstellen, dass der Film einen dann eher zum Stirnrunzeln bringt - all die unnötig nassen Sachen der Figuren z.B. sind dann doch so kleine Dämpfer, die sich summieren könnten, wenn sich die Handlung so lang zieht. Weil der namensgebende Wiedergänger ebenfalls alles überlebt, fragt man sich, ob die hier dargestellte Natur wirklich so der Feind war. Interessanterweise stimmt die alte Weisheit, dass sich die Natur schlicht um niemanden kümmert. Es sind die Menschen, die einander hier Feind sind.

Fazit: Das schwere Budget merkt man überall, in Kameraführung, Sound und Action. Die Rolle von Tom Hardy fällt größer aus als erwartet und er kann aus dem Cast herausstechen - auch gegenüber dem Hauptdarsteller, der eine etwas zu schematische Rolle spielen muss. 4/5

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Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

Karras

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erstellt am 20.01.2016 um 00:23 Uhr       Zitatantwort        #1925285

Fands auch sehr gut. Halt wirklich einen Film den man auf der großen Leinwand sehen sollte, man fragt sich zwischendurch ob man noch The Revenant schaut oder ne BBC Naturdoku / National Geographic, aber ich meine das durchaus als Kompliment, großartige Naturaufnahmen!

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Karras

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