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Autor Druckansicht   Thema: Arrival
Seite: 1
Karras

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erstellt am 26.11.2016 um 00:02 Uhr       Zitatantwort        #1932215

Intelligener Science Fiction Thriller mit sehr geringem Actionanteil. Mir persönlich hat er sogar besser gefallen als Interstellar, weil das Ende nicht so verhunzt wurde, dass ich es absolut unglaubwürdig fand, wobei die Problematiken in beiden Filmen nicht völlig unterschiedlich sind.


Spoiler:
Nichtlinearität der Zeit


Hinter dem Film steckt nicht das selbe Bombastbudget wie hinter Interstellar, aber auf seine minimalistische Art fand ich Arrival sehr viel spannender. Der Film stellt sich quasi realistisch eine klassische Frage der Science Fiction: Wie reagieren wir als Menschheit wenn Aliens uns auf unserem eigenen Planeten besuchen und wie könnte mögliche Kommunikation zwischen beiden Spezies aussehen.


Spoiler:
Lovecraft Fans werden Jubeln - Tentakelmonster und nocheinmal, Nichtlinearität der Zeit


--
Karras

C-Real

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Gilde/Clan:
MdA - Der Boss / RPGuides.de (RIP)

erstellt am 04.01.2017 um 23:30 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1933077

Ich kann dem zustimmen. Habe mir den Film jetzt doch noch geschafft anzusehen, nachdem ich es vor Weihnachten nicht mehr unterbringen konnte - leider in Deutsch, wobei man mit der Synchro klarkommen konnte.

"Arrival" gehört zur Speerspitze von in den letzten Jahren sehr guten, risikofreudigen Science-Fiction-Filmen, die mit mal mehr, mal weniger großem Budget ausgestattet wichtige Fragen behandeln (andere Vertreter dieser Art: "Primer", "Another Earth", "Coherence", "Ex Machina" oder "Moon" sowie die Anthologieserie "Black Mirror").
Was hier besonders gut funktioniert, ist die Betonung der Wichtigkeit von Sprache. Sprachphilosophen werden jubeln, weil der Film quasi veranschaulicht wie elementar Sprache das Denken bestimmt und nur in ihr das Denken möglich ist. Insofern liegen sowohl Louise als auch Ian falsch, wenn die eine behauptet Sprache sei die Grundlage von Zivilisation, der andere sagt Wissenschaft sei dies: Sprache ist die Grundlage von höheren intelligentem Sein, in diesem Fall Menschsein, aber auch den Aliens.
Dabei geht vielleicht während des Schauens unter, dass damit nicht nur die Kommunikation Alien-Mensch gemeint ist, sondern auch die zwischen den einzelnen Nationen, die sich mit den auftauchenden Aliens beschäftigen. Und damit ist nicht einfach die übliche "One World"-Rhetorik gemeint, sondern das unterschiedliche Problemlösen hinsichtlich dessen, was nur verstanden werden kann. Anders gesagt: Man sollte sich von dem augenscheinlichen "Bösewicht"-Status der Russen und Chinesen foppen lassen.
Ohnehin ist die ganze Nachrichtenwelt ja nur Beiwerk für ein recht persönliches Schicksal. Amy Adams war sehr gut in der Hauptrolle, Forest Whitaker und Michael Stuhlbarg in Nebenrollen auch. Jeremy Renner fand ich jetzt nicht ganz gelungen, seine Figur wirkte irgendwie zu schal und hatte eigentlich nur die Funktion eines Sparringpartners für die von Amy Adams gespielte Louise. Letztlich ist dieses persönliche Schicksal hier aber sehr entscheidend.
Worüber man sich noch beklagen könnte (sicherheitshalber im Spoiler):

Spoiler:
Die Aliens brauchen also die Hilfe der Menschen, okay. Und das sie kommen wegen der Nichtlinearität der Zeit - geschenkt. Aber etwas genauer hätte es hier doch noch sein können.

Genial ansonsten neben den kühlen, dokumentarischen Bildern auch das Sounddesign. Das ist insbesonder bei den Geräuschen in der Muschel und den Aliens sehr gelungen gewesen.

Fazit: Gelungene, intelligente Science Fiction. 4,5/5

--
Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. - Oscar Wilde

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