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Autor Druckansicht   Thema: A Cure for Wellness
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erstellt am 02.03.2017 um 20:56 Uhr   Homepage besuchen  ICQ 257806157  Zitatantwort        #1934187

Der junge Lockhart reist für sein Unternehmen in einen Kurort in den Bergen in der Schweiz (jedoch gefilmt in Deutschland, auf der Burg Hohenzollern), um dort einen seiner Chefs nach New York City zurückzubringen. Dieser möchte aber von dort nicht weg - er meint, er sei geheilt. Wovon auch immer, und warum dort alles ein wenig merkwürdig ist, erzählt ein ziemlich sonniger Film, der irgendwo zwischen Psychothriller, Grusel und der 1960er-Periode der Hammer Studios steht.

Man muss heuzutage an klassischen Horrorfilmen nehmen, was man kriegen kann. ACFW ist hierbei durchaus überdurchschnittlich. Trotzdem hat er mich leicht enttäuscht zurückgelassen. Dabei beginnt das alles sehr gut: Die Atmosphäre wird etabliert, die Figuren werden beleuchtet. Das ist wesentlich mehr und stärkere Charakterisierung als man sonst bei Horrorfilmen erwarten würde. Dazu tragen auch die Darsteller bei, insbesondere Dane DeHaan, der sich hier als Leading Man empfiehlt. Was ACFW dann aber eher ein wenig enttäuschend sein lässt, ist die Kombination aus zwei Dingen: Kompromiss & Länge. Mit ersterem meine ich, dass das Sanatorium, so mysteriös es doch wirkt, immer ein wenig zu zahm bleibt, egal was gerade dann in der zweiten Hälfte so alles passieren mag. Irgendwie wirkt das Klinikpersonal harmlos, gerade auch, wenn sie Lockhart immer wieder überall rumspazieren lässt und ihn nicht genauer im Auge behält. Hier hätte dem Ganzen einfach etwas mehr Kompromisslosigkeit zugetan, was sich am besten mit einer größeren Spritze an - tatsächlich! - Klischees aus der Horrorfilmkiste umsetzen ließe. Normalerweise würde man so etwas ja nicht empfehlen, und auch hier sollte es nicht übertrieben eingesetzt werden. Doch ein wenig mehr Türknarzen, oder ein bisschen anderes Wetter (es scheint fast immer die Sonne, Regen gibt's dort oben in den Bergen wohl nicht), ein wenig krassere Visionen - das hätte schon viel geholfen. Aber weil es davon eben so wenig gibt, und der Film dann auch etwas zu lang ist, mit vielen Szenen, die ein paar Sekunden kürzer hätten sein können, gerät die Atmosphäre immer wieder in den Leerlauf.

Die Auflösung des Films ist okay. Es gibt Ideen und Visionen, ein wenig bleibt offen, anderes nicht so. Man hätte das alles aber eben viel krasser vorbereiten können.
Der Film nimmt übrigens auch einige, teils sehr offensichtliche Anleihen an Manns Zauberberg.

Fazit: Hat mich unterhalten, aber es wäre auch noch besser gegangen. 3,5/5

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