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Autor Druckansicht   Thema: Obsidian enthüllt gecanceltes Spiel "Stormlands"
Seite: 1
Karras

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erstellt am 11.09.2017 um 21:21 Uhr       Zitatantwort        #1936903

Sorry, ich weiß nicht ob das nun erstmals rauskommt, oder es schon frühere Artikel zu dem Thema gab. [Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren]

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Karras

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Pandur

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erstellt am 11.09.2017 um 22:47 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936906

Ich habe den Artikel nicht gelesen, aber Stromlands war mal ein für Microsoft exklusives RPG, was Obisidian dann nach Microsofts Einstellung zu Tyranny umgebaut hat. Es gab vor ein paar Jahren mal bei Kotaku mehrere Artikel zu dem Thema.

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Therak

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erstellt am 12.09.2017 um 01:32 Uhr       Zitatantwort        #1936907

Wäre mir persönlich ja lieber gewesen als Tyranny. Also jetzt nichts gegen Tyranny, aber ich hoffe Obsidian macht jetzt nicht bis an ihr Lebensende 2D-Klickereien in Unity mit Paradox.

Zum Projekt selbst: Von den Ambitionen mal abgesehen, die hätte man noch zurechtbiegen können, war das Canceln... naja, typsisch Microsoft. Kein Händchen, was eigene Exklusivmarken angeht.
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erstellt am 12.09.2017 um 13:53 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936911

Ich sehe das genauso und ich vermute die meisten Obsidian Mitarbeiter sehen das ebenfalls ähnlich, aber das Problem liegt wohl eher in der Videospieleindustrie selbst. So weit ich das beobachtet habe, sind Videospiele immer teurer geworden (wir reden mittlerweile von 30 - 100 Millionen Dollar pro Spiel) und die großen Publisher von denen Obsidian früher gelebt hat (und andere unabhängige Studios ebenso), vergeben halt derart hohe Budgets nicht mehr an externe Firmen, sondern nur noch intern. Wodurch Studios wie Larian, Obsidian usw. zwei Möglichkeiten haben, entweder fahren sie die Kickstarter Schiene mit 2-5 Millionen Dollar Budgets (was auf Sachen wie PoE raus läuft) oder sie nehmen die Aufträge an, die große Publisher noch an externe Firmen vergeben. Was Mobile-Projekte oder Portierungen bestehender Titel sind

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Therak

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erstellt am 12.09.2017 um 13:59 Uhr       Zitatantwort        #1936912

Das mag sein, wobei es hier Obsidian vermutlich auch schlicht verpasst hat, sich einen entsprechenden Ruf und Kontakte bei den "Großen" aufzubauen. Stormlands hätte z.B. stark dazu beigetragen, sofern das Spiel gut geworden wäre. Die verbuggten, teils mäßigen und oftmals nur Fortsetzungstitel ihrer Anfangszeit tragen stark dazu bei.

Mit Pillars waren sie vielleicht erfolgreich im Sinne von "wir haben Gewinn gemacht!", aber es vergrößert weder ihre Bekanntheit, noch ihre Projektchancen. Paradox sehe ich hier nämlich etwas als Abstellgleis - zumal Paradox sich auch noch selbst sabotiert und irgendwann vermutlich in sich zusammenbricht.
Larian, so scheint es mir, haben von Divinity deutlich mehr profitiert. Zumindest hab ich das Gefühl, dass das Spiel mehr auf Social Media vertreten war als Pillars. Was vielleicht auch mit Paradox miserablem Werbebudget zu tun hat.
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Pandur

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erstellt am 12.09.2017 um 14:28 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936913

Obsidian war mal gut verzweigt, was man an den Aufträgen von LucasArts, Sega, Atari und (wie oben erwähnt) Microsoft gesehen hat. Es hat halt einfach ein Wandel stattgefunden, weshalb sie zu so Strohhalmen wie russischen Internetanbietern (Dmitry Grishin) greifen mussten, um überhaupt weiter existieren zu können.

Ich fürchte, PoE war noch etwas spezieller als DOS. Da hat sich nach der Kickstarter Kampagne kaum noch jemand für interessiert. Wie viele Exemplare wurden von PoE ausgeliefert? 500k?
Larian war auf der anderen Seite an der DOS Entwicklung pleite gegangen und hat das Spiel so gerade noch fertigstellen können, in dem sie Divinity: Dragon Commander "geopfert" haben. Anschließend haben sie sich durch die Verkäufe gesundgestoßen. Ich glaube allein die PS4 Version hat knapp eine Million Exemplare verkauft. Von dem normalen PC Release mal zu schweigen.

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Therak

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erstellt am 12.09.2017 um 14:33 Uhr       Zitatantwort        #1936914

Pandur schrieb am 12.09.2017 um 14:28 Uhr:

Obsidian war mal gut verzweigt, was man an den Aufträgen von LucasArts, Sega, Atari und (wie oben erwähnt) Microsoft gesehen hat. Es hat halt einfach ein Wandel stattgefunden, weshalb sie zu so Strohhalmen wie russischen Internetanbietern (Dmitry Grishin) greifen mussten, um überhaupt weiter existieren zu können.


Sie hatten aber nicht viel Hebelwirkung: Bei Kotor 2 und NWN 2 hatten Atari und Lucas Arts das Sagen und die Entwicklung von Alpha Protocol war ja eine absolute Katastrophe, wenn ich mich richtig erinnere. Fallout New Vegas ist eigentlich das einzige Spiel, an das man sich wohlig zurückerinnert. Und auch nicht, weil es so gut war, sondern einfach weil es viel besser war, als Bethesdas Grundgerüst.

An der Konsolenversion von Pillars wird zudem wohl hauptsächlich Paradox verdienen. Ich hab hier die Vermutung, dass Obsidian hier zu viele Rechte abgetreten hat. Vermutlich auch aus Mangel an Expertise, was den EU-Markt angeht.
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Pandur

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erstellt am 12.09.2017 um 14:49 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936915

Der Einfluss des Entwicklers auf das Spiel wird bedauerlicherweise vom Publisher bestimmt. Atari hat ja beispielsweise auch Troika Games verboten Patches für The Temple of Elemental Evil zu produzieren. Ähnlich verhielt sich das bei den Obisidian Spielen. KotOR2 war Obisidians erstes Spiel, da wollten sie es sich natürlich nicht versauen, als LucasArts gesagt hat, uns reicht der aktuelle Stand, stampft den geplanten Rest des Spiels ein und haut es raus. Alpha Protocol war ganz klar eine Katastrophe, was aber auch damit zusammen hing, dass Sega nicht wussten was sie wollten. Die haben ja sogar extrem teure Elemente des Spiels, die sie schon bezahlt hatten, wieder raus gestrichen. Trotzdem war Sega nicht direkt von Obisidian enttäuscht, sonst hätten sie nicht anschließend noch Alien Crucible bei OE in Auftrag gegeben. Fallout New Vegas ist noch so ein anderes krankes Beispiel, wie übel den Studios mitgespielt wird. Bethesda war damals auf dieser Studio-Shopping-Tour, wofür sie sich ein irres Konzept ausgedacht hatten. Sie vergaben Projekte an externe Studios, mit unmöglich einzuhaltenden Deadlines. Gelang es dem Studio nicht, hatten sie die Wahl das Projekt aufzugeben und nicht bezahlt zu werden oder sich von Bethesda aufkaufen zu lassen. Konnte man beispielsweise auch an Prey 2 von den Human Head Studios sehen, das beinahe fertig war und dann fallen gelassen wurde. OE musste Fallout: New Vegas in 18 Monaten fertigstellen, wohingegen Bethesda selbst für Fallout 3 vier Jahre gebraucht hatte. Da kam dann gezwungenermaßen ein Bugverseuchtes Spiel raus, was dem Ruf von Obsidian auch nicht gerade gut getan hat.

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Godfather101

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EVE-Mentor

erstellt am 12.09.2017 um 14:58 Uhr       Zitatantwort        #1936916

Also auf Steam wurden, abzüglich der Kickstarter Leute, bisher ca 842889 kopien verkauft.
ich weiss nicht ob das SO schlecht ist.
Wer weiss wieviel noch bei GoG dazugekommen sind (bzw ob es bei Steam nicht sogar noch ein bisschen mehr sind, weil einige Leute ihren Kickstarter Pillars key bei GoG anstatt bei Steam aktiviert haben).

Bedenkt man das Pillars ja eher als Nischenprodukt gesehen wird und auch in Sales die Preise für die Pillars Versionen immernoch recht ordentlich sind, glaub ich nicht das es SO unerfolgreich war.

Es spricht halt nicht jeden an.
Die frage ist allerdings auch, ob es das muss.
Denn solange ein gutes Plus als Gewinn rauskommt reicht das um zu überleben und das weiter zu machen, was man bisher gemacht hat.
Nicht jedes Spiel muss ein GTA 5 "erfolg" sein.
Ein gutes Plus reicht um weiter zu machen.

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erstellt am 12.09.2017 um 15:10 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936917

Du hast da Recht und ich will mich hier weder streiten, noch zum Verteidiger von Obsidian werden. Aber man muss in der Beziehung ebenfalls in Betracht ziehen, dass Obsidian Entertainment größer als Larian etc. ist (oder zumindest mal war). Die haben zeitweise ja drei Titel gleichzeitig in der Entwicklung gehabt, was mehr als 100 Angestellte waren (nur 17 davon haben an PoE gearbeitet). Die wollen auch bezahlt werden, wenn es kein Projekt gibt und bedauerlicherweise entstehen auch Downtimes, während man neue Projektideen entwickelt und an Publisher pitched. Der Vorgang funktioniert in der Spieleindustrie ähnlich wie sonst im Leben auch. Das Studio erstellt Angebote und wenn sie Glück haben, nimmt ein Publisher es an. Nur dauert dieser Vorgang gerne mal ein halbes Jahr und der Publisher gibt erst das endgültige ok, wenn ein Prototyp/Vertical Slice da ist. Sowas ist auf Dauer ein immenser Kostenfaktor ...

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Godfather101

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EVE-Mentor

erstellt am 12.09.2017 um 15:34 Uhr       Zitatantwort        #1936919

Wobei da natürlich dann auch die Frage ist, wieviele Angestellte Obsidian wirklich hat, und wieviele vielleicht auch nur "freelancer" sind, die man leicht wieder "abstoßen" kann wenn das Geld gerade nicht fliesst.
Sicher, früher als es noch mehr Projekte gab war Obsidian vielleicht noch größer was die "fest" Angestellten Leute angeht.
Heute denke ich, das sich das ganze auch etwas gesund geschrumpft hat (selbst eine größe Avellone ist ja schon ne ganze Weile weg, wenn auch sicher nicht weil er nichtmehr bezahlt werden konnte).

Aber naja, wir werden ja sehen wie es mit Obsidian weiter geht.
Ich freue mich aufjedenfall auf Pillars 2 nächstes Jahr.

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Pandur

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erstellt am 12.09.2017 um 15:39 Uhr   Homepage besuchen    Zitatantwort        #1936920

Jo, ich vermute ähnliches. Es gab im Laufe der Jahre genug Berichte über Entlassungen bei Obsidian, daher vermute ich, dass die nie wirklich auf Freelancer gesetzt haben. Aber an PoE2 arbeiten (laut den Dev Videos) zumindest dauerhaft 40 Mann. Falls die noch ein zweites Projekt in Arbeit haben, sind es vermutlich doppelt so viele.

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Godfather101

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EVE-Mentor

erstellt am 12.09.2017 um 15:45 Uhr       Zitatantwort        #1936921

Naja, ich gehe eigentlich davon aus, das sie schon seit Jahren auf Freelancer setzen, so wie eigentlich viele Unternehmen.
Die Leute die entlassen wurden bzw werden, sind ja nicht immer ohne Arbeit dort.
Die sind einfach nur zu teuer auf dauer.
Deswegen werden Leute entlassen und dann durch Freelancer ersetzt, sei es bei einem laufenden Projekt, oder eben beim nächsten.

ich bezweifle aufjedenfall das die 40 Pillars 2 Leute alle festangestellt sind.

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Therak

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erstellt am 12.09.2017 um 16:06 Uhr       Zitatantwort        #1936922

Da sich in letzter Zeit ja die Berichte über Obsidian häufen, vermutet man ja, es folgt bald ne größere Ankündigung abseits von Pillars.

...oder Obsidian fährt ne PR-Kampagne für sich selbst.
Karras

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erstellt am 13.09.2017 um 09:57 Uhr       Zitatantwort        #1936937

[Externer Link - Bitte einloggen oder registrieren] zu Obsidians bisherigen Pitchideen und Gamekonzepte, die noch nicht umgesetzt wurden.

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Karras

Karras

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erstellt am 13.09.2017 um 10:24 Uhr       Zitatantwort        #1936938

Wenn man mich fragt war historisch Obsidians größter Fehler, die Anschaffung von guter Bugausmerzungssoftware erst nach FO:NV. In einem Interview haben sie ja mal gestanden, dass sie vorher quasi Bughunting nur "von Hand" betrieben haben und das sehr ineffektiv war, das hat einige ihrer Spiele unnötig versaut.

Pandur schrieb am 12.09.2017 um 14:28 Uhr:

Ich fürchte, PoE war noch etwas spezieller als DOS. Da hat sich nach der Kickstarter Kampagne kaum noch jemand für interessiert.


Man vergesse nicht, dass Grafik immer noch eine große Rolle spielt. PoE war gut aussehendes 2D, Divinity OS ein ganz normales modernes 3D RPG und davon gibts, gerade mit Party, nicht mehr viele. Außerdem hat Larian auch noch so einen ganz speziellen leichtfüßigen Humor, der offenbar viele Leute anspricht.

Pandur schrieb am 12.09.2017 um 14:49 Uhr:

Alpha Protocol war ganz klar eine Katastrophe, was aber auch damit zusammen hing, dass Sega nicht wussten was sie wollten. Die haben ja sogar extrem teure Elemente des Spiels, die sie schon bezahlt hatten, wieder raus gestrichen. Trotzdem war Sega nicht direkt von Obisidian enttäuscht, sonst hätten sie nicht anschließend noch Alien Crucible bei OE in Auftrag gegeben.


Obsidian hat auch mal gesagt, dass sich AP nach wie vor verkauft, nicht in großen Stückzahlen, aber es gibt so ne Art kleines Following. Ich habs sehr gerne gespielt, muss aber auch sagen an einer Stelle gab es einen derart heftigen Clipping Bug, wie er heutzutage in keinem Spiel mehr vorkommen darf. Da konnte man durch einen Raum einfach nicht hindurchgehen, weil man immer durch den Boden fiel, konnte das Spiel nur abschließen, indem ich den Raum komplett über den Balkon umgangen bin.

@Godfather: Ich denke auch, dass Pillars Ruf sehr gut ist. Man nehme mal z.B. die sehr maue Reaktion zu Torment: Tides of Numenera, wo viele sehr entäuscht waren gebacked zu haben und die größte Kickstarter Hypewelle ist eh bereits vorüber und dann dafür mit Deadfire einen neuen Kickstarter Rekord aufgestellt zu haben, finde ich schon sehr gut, da wird die Qualität vom ersten Pillars definitiv großen Einfluss drauf gehabt haben.

@Pandur: Größe eines Studios hat nicht immer mit Qualität (auch nicht grafischer) zu tun. Das habe ich bei den Metro Spielen (2033+Last Light) gesehen, super Atmosphäre, Hammer Grafik, zumindest beim ersten Teil auch noch ein Hammer Soundtrack aber insgesamt ein relativ kleines Team.


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Karras

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